21.11.2016, 14:12 Uhr

Der Kampf gegen Fluglärm in Liesing – Wirtschaft vor Gesundheit

Wirtschaft vor Gesundheit - nicht mit uns
Wirtschaft vor Gesundheit ´

Fluglärm ist seit vielen Jahren ein altbekanntes und immer noch sehr aktuelles Thema in Liesing und mindestens ebenso lange engagieren sich Anrainer und Betroffene, in Form von Bürgerinitiativen seit Jahren für eine Entlastung des Bezirks.

Am Samstag, den 3. Oktober 2016, demonstrierten ca. 400 Personen gegen den Plan, am Flughafen Wien Schwechat eine 3. Piste zu errichten. Seit mehreren Jahren stößt dieses Projekt auf Widerstand in Liesing. Unterstützt werden die Anrainer und Betroffenen dabei vor allem von der FPÖ Liesing, die bereits seit Jahren den Stopp der Ausbauläne fordert sowie die Einstellung der gesundheitsschädlichen Abflugroute über Liesing und ein Nachtflugverbot.

Dicht besiedelte Gebiete sollten generell umflogen werden. Auch der gekurvte Anflug würde eine Verbesserung bringen. Fluglärmmessungen müssen "unabhängig" und nach WHO (Weltgesundheitsorganisation) Kriterien erfolgen.

Und auch das Argument, dass die ostösterreichische Bevölkerung mit dem zahnlosen Mitspracherecht des Dialogforums ein Privileg gegenüber anderen Städten genießt ist definitiv falsch. Sonst gäbe es nicht NachtflugVERBOTE in München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Zürich, Basel, Bremen, Dortmund, ect.

Das bedeutet, in all diesen Weltstädten wird Rücksicht auf die Nachtruhe der Bevölkerung genommen, aber in Wien und Umgebung darf man sich 4700 mal im Jahr zwischen 22.30 Uhr und 5.30 Uhr früh wecken lassen.
Auch wenn laut letztem öffentlich verfügbaren Evaluierungsbericht aus dem Jahr 2014(!) diese Zahl um 300 unterschritten wurde, ist es statistisch gesehen, trotzdem immer noch jede halbe Stunde ein Weckflug und für die Bevölkerung ein untragbarer Zustand.

Auch das Argument des Flughafens, dass mit dem Bau einer 3. Piste sogar eine Reduktion auf 3000 pro Jahr (oder nur 8 mal Wecken in 6 Stunden) versprochen wird, ist angesichts der Tatsache, dass bei Flügen, die nicht am Flughafen Wien landen oder starten, das Wiener Stadtgebiet aber noch immer in viel zu niedriger Höhe überfliegen, eine ungeheure Chuzpe jedem engagiertem Bürger gegenüber!

Und das wird als Erfolg für die Lebensqualität verkauft?

Die Bürgerinitiative SOS Fluglärm fordert daher: Schluss mit Alibiveranstaltungen und Mitspracherecht auf Augenhöhe im Diaglogforum!

Nähere Infos zum Thema erhalten Sie unter: www.fluglaerm.at
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