Jugendarbeit in Linz
Tausende Jugendliche finden Hilfe bei Verein Jugend und Freizeit
- Bei einem Besuch im Jugendzentrum Fjutscharama in Kleinmünchen (von links): Geschäftsführer Erich Wahl, Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) und KJS-Direktor Daniel Hagendorf
- Foto: Stadt Linz
- hochgeladen von Julia Höllhuemer
Junge Menschen aus allen Linzer Stadtteilen finden Unterstützung beim Verein Jugend und Freizeit (VJF). Dort finden sie Zuflucht und Beratung in Krisensituationen. 2025 besuchten 9.626 junge Linzerinnen und Linzer die Einrichtungen – fast 39 Prozent davon Mädchen.
LINZ. Ein dichtes Netzwerk aus Jugendzentren, Streetwork-Projekten sowie mehreren Standorten der Teeniearbeit zieht sich durch die Stadt. Jugendliche können dort ihre Freizeit verbringen, Kontakte knüpfen und mit Anliegen zu den Fachkräften kommen. Denn neben Freizeitangeboten umfasst die Arbeit von VJF auch Beratung, Prävention, Bildungsangebote und die Begleitung in Krisensituationen. Die Beteiligung der Betroffenen bei der Gestaltung der Projekte zeichnet die offene Jugendarbeit des Linzer Vereins aus.
91.267 Besuche im Vorjahr verzeichnet
Jetzt zieht der Verein Bilanz für 2025 und unterstreicht die Bedeutung seiner Arbeit. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 91.267 Besuche in den Einrichtungen. 9.626 unterschiedliche Menschen wurden erreicht – rund 38,8 Prozent davon waren Mädchen. Zusätzlich wurden über 11.600 Online-Kontakte verzeichnet.
Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) betont, dass die Hilfesuchenden ernst genommen werden müssten: "Gerade in herausfordernden Lebensphasen braucht es Orte, an denen sie sich sicher fühlen und ihre Anliegen einbringen können. Die Einrichtungen des Vereins leisten hier einen wichtigen Beitrag für Zusammenhalt und Lebensqualität in unserer Stadt."
Rückzugsorte sollen entlasten
Der Verein setzte im Jahr 2025 mehrere Schwerpunkte. Neben dem Fokus auf gesundheitskompetente Jugendarbeit wurde ein umfassendes sexualpädagogisches Konzept erarbeitet, das wichtige Orientierung bietet. Mit der Übersiedlung des Jugendzentrums FRANX ins Franckviertel wurde zudem für bessere Erreichbarkeit gesorgt.
Auch am Urfahraner Jahrmarkt war der VJF präsent und schuf mit der sogenannten Chillbase einen konsumfreien Rückzugsort für junge Menschen. Ebenso schafft der Verein Treffpunkte im öffentlichen Raum, so etwa der Pavillon beim Skatepark am Rädlerweg, der auf Initiative des Vereins umgesetzt wurde.
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