Land beschließt Trasse
Umstrittene Linzer Ostumfahrung

150 Menschen demonstrierten vor dem Landhaus und kündigten den "Anfang einer Verkehrswendebewegung" an.
  • 150 Menschen demonstrierten vor dem Landhaus und kündigten den "Anfang einer Verkehrswendebewegung" an.
  • Foto: Verkehrswende jetzt!
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Kritik an fixierter Trasse für Osttangente. FPÖ spricht von "notwendigem Entlastungsprojekt".

LINZ. Am vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle – bei mehr als 35 Grad Außentemperatur – fanden sich am Montag 150 Menschen vor dem Landhaus ein, um gegen den Bau der Linzer Osttangente zu demonstrieren. Ab 2030 soll der Transitverkehr von der A1 über Ebelsberg und entlang der Traun bei Steyregg über die Donau und dann unter dem Pfenningberg bis Mittertreffling geführt werden. Am Montag beschloss die Landesregierung im Landhaus die Trassenführung. Gleichzeitig demonstrierte das Bündnis "Initiative Verkehrswende jetzt!" vor der Tür. "Landesrat Steinkellner legt mit dem Autobahnausbau ein Verkehrskonzept vor, das schon vor einem halben Jahrhundert veraltet war", so die Kritik. Statt der Autobahnmilliarde solle eine Klimamilliarde investiert werden, so die Forderung bei der Kundgebung. Die Initiative "Kein Transit in Linz" befürchtet "wegen der geologischen Situation", dass bei bestehender Trassenführung "ein fünf Kilometer langer Tunnel unter dem Pfenningberg Wälder, Wiesen und Felder vertrocknen" lasse.

Grünen-Kritik an Öffi-Flaute

Massive Kritik kommt auch vom Verkehrssprecher der Grünen OÖ, Severin Mayr: "Wir haben gerade den heißesten Juni Oberösterreichs in der Messgeschichte hinter uns. Schwarz-Blau reagiert darauf mit dem Bau einer neuen Autobahn." Umgekehrt gehe bei Öffi-Projekten wie der Summerauerbahn kaum etwas weiter. Auch Umweltstadträtin Eva Schobesberger rechnet vor, dass die bereits befindlichen Autobahnprojekte im Raum Linz eine Milliarde Euro kosten würden, "für die zweite Schienenachse fehlt nach wie vor die Finanzierung". 

"Nötiges Entlastungsprojekt"

„Eine tatsächliche Mehrbelastung zum Nachteil der Linzer und des Klimas entsteht dann, wenn keine Umfahrungsalternative zur Stadtautobahn gebaut wird“, verteidigt FPÖ-Verkehrssprecher Peter Handlos die Ostumfahrung als "notwendiges Entlastungsprojekt". Den Öffi-Ausbau will Handlos durch realistischere Ticketpreise finanzieren und erteilt den 365-Euro-Jahresticket-Forderungen der Grünen eine Absage.

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