Zivildienst in Bulgarien

Schon immer wollte Hollinetz ins Ausland gehen, um eine neue Sprache und Kultur kennenzulernen.
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  • Foto: Georg Hollinetz
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LINZ/SOFIA. "Mit Kindern zu arbeiten war eine ganz andere Herausforderung. Ich musste viel lernen, vor allem, wie man mit traumatisierten Kindern umgeht, die sehr viel Chaos in ihrem Leben erlebt haben", sagt Georg Hollinetz. Der 21-Jährige verbrachte im Rahmen des Auslandszivildienstes zehn Monate in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Schwierige Verhältnisse

Insgesamt zwei Gruppen mit Kindern im Alter von circa sechs bis 13 Jahren betreute der gelernte Krankenpfleger gemeinsam mit den Sozialarbeitern vor Ort. Eine in dem Sozialzentrum, in dem er selbst wohnte, und die andere in einem Familienhaus. Zu seinen Hauptaufgaben gehörte es, die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen und sie mit kreativen Arbeiten, wie basteln, zeichnen oder Gitarre spielen zu beschäftigen. Auch Ausflüge standen immer wieder auf dem Programm. Was alles in allem nach viel Spaß und Abwechslung klingt, hatte aber einen ernsten Hintergrund. Denn die Kinder haben viel durchgemacht: "Sie kamen aus sozial benachteiligten Familien aus den Slums von Sofia. Viele stammen aus Familien, in denen die Eltern nicht für ihre Kinder sorgen können", sagt der Krankenpfleger.

Kultur kennenlernen

Die Arbeit im Ausland wird in Österreich zwar im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres abgehalten, wird aber als Zivildienst angerechnet. Hollinetz entschied sich für die Arbeit bei Concordia Sozialprojekte, einer Nichtregierungsorganisation (NGO). Neben der sozialen Arbeit war es ihm wichtig, eine neue Sprache und Kultur entdecken zu können. So lernte der 21-Jährige nicht nur Bulgarisch, sondern erkundete in seiner Freizeit mit Reiseführer und Rad Bulgarien und seine Kultur. "Es war ein Gesamtbündel von guten Erlebnissen und Erfahrungen", sagt Hollinetz.

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