Verunsicherte Mieter
GWG soll ÖBB-Wohnungen im Franckviertel kaufen

Florian Koppler beim Lokalaugenschein in den betroffenen Häusern.
  • Florian Koppler beim Lokalaugenschein in den betroffenen Häusern.
  • Foto: SPÖ Linz
  • hochgeladen von Christian Diabl

Im Franckviertel fürchten Mieter um ihr leistbares Zuhause, denn die ÖBB will eine ganze Wohnanlage verkaufen. Viele fordern nun, dass die städtische GWG die Häuser kaufen soll. Doch das könnte schwierig werden.

LINZ. Große Verunsicherung herrscht bei den verbleibenden Mietern der ÖBB-Häuser zwischen Obachplatz und Füchselstraße im Franckviertel. Durch ein Schreiben erfuhren sie vom geplanten Verkauf der Wohnanlage. 5,5 Millionen Euro möchte die ÖBB dafür haben. Überraschend kommt das nicht, denn schon seit Jahren werden freie Wohnungen nicht mehr vermietet und Instandhaltungsarbeiten auf das Nötigste reduziert. Die Bewohner befürchten nun eine Verschlechterung der Mietbedingungen. Hinweise darauf gibt laut Peter Binder von der Mietervereinigung OÖ der Umgang der ÖBB mit einer Liegenschaft in der Reuchlinstraße. Für ein Baurecht auf 60 Jahre verlangt die ÖBB dort bereits in der Erstausschreibung jährlich 255.000 Euro Baurechtszins. "Das ist absolute Oberkante", sagt Binder. Die Profitmaximierung der ÖBB führe also mindestens zu einer Verdopplung der Belastung der künftigen Mieter. 


GWG soll mitbieten

Um eine ähnliche Entwicklung im Franckviertel zu verhindern, fordern nun FPÖ, Grüne und KPÖ die Häuser im Franckviertel über die GWG zu erwerben und damit leistbaren Wohnraum zu erhalten. Auch die SPÖ Franckviertel schließt sich dieser Forderung an. "Völlig klar, dass wir das kaufen wollen", sagt der Vorsitzende Florian Koppler gegenüber der StadtRundschau. Allerdings räumt er ein, dass es die GWG bei einem Verkauf nach dem Bestbieterprinzip shwer haben werde, mit kommerziellen Interessenten mithalten zu können. FPÖ-Gemeinderat Zeljko Malesevic, der selbst in der Wohnanlage gewohnt hat, wird jedenfalls eine dringliche Resolution an die GWG in den Gemeinderat einbringen. "Nur, wenn die Wohnanlage in städtischen Händen ist, werden die Mieter volle Wohnsicherheit haben können", so Malesevic.


Mietervereinigung berät Bewohner

Für betroffene Mieter organisiert die SPÖ Franckviertel gemeinsam mit der Mietervereinigung OÖ ein kostenloses Informations- und Beratungsangebot. Termine für Corona-konforme Sprechstunden wird es im Volkshaus Franckviertel geben. Unter 0664 88540661 oder florian.koppler@linzpartei.at können sich Einzelpersonen und Kleingruppen dafür anmelden.

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