Froneri-Zentrale übersiedelt an ehemaligen Nestlé-Standort nach Linz

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Fabrice Favero, Geschäftsführer Nestle Österreich und Bürgermeister Klaus Luger präsentierten gemeinsam neue Zahlen und Entwicklungen.
  • Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Fabrice Favero, Geschäftsführer Nestle Österreich und Bürgermeister Klaus Luger präsentierten gemeinsam neue Zahlen und Entwicklungen.
  • Foto: Sabrina Liedl/Land OÖ
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Im März letzten Jahres gab der Nestlé-Konzern die Schließung des Traditionswerks in der Franckstraße bekannt. Die schrittweise Stilllegung wurde mittlerweile abgeschlossen. Für die 127 Mitarbeiter des Unternehmens wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Unternehmen, Land Oberösterreich sowie die Stadt Linz kooperierten bei der Suche nach neuen Beschäftigungs- und Ausbildungsplätzen. LH-Stellvertreter Michael Strugl lobte die Bemühungen als "Best Practice-Beispiel". Von den 127 ehemaligen Beschäftigten befinden sich derzeit 20 in Altersteilzeit und drei in Pension. 29 Mitarbeiter haben eine neue Anstellung gefunden. 61 ehemalige Arbeitskräfte haben einen Platz in einer Outplacement-Stiftung gefunden, 298 sind in einer Ausbildung, 33 in einer Berufsorientierung. 14 Mitarbeiter befinden sich im firmeninternen Sozialplan von Nestle.

"Am 21. Dezember 2017 ist die letze Palette in Linz vom Band gelaufen", sagte Geschäftsführer Nestle Österreich, Fabrice Favero. Er dankte dem Land OÖ, der Stadt, die gemeinsam mit dem Unternehmen "an einem Strang gezogen" und so die zukünftige Absicherung der Angestellten sichergestellt hätten. Die Abwicklung der Werkschließung werde künftig im Nestle-Konzern weltweit als Lehrbeispiel im HumanRessources-Bereich eingesetzt. 


Spitz-Immobilien als neuer Miteigentümer

Walter Scherb, Geschäftsführer des Lebensmittelkonzerns Spitz, und weitere oberösterreichische Partner haben das Betriebsgelände gekauft und wollen vor Ort ein neues Projekt entwickeln. Wie die Zukunft von Büros und Lagerhallen genau aussieht, ist noch offen. Derzeit werden Mieter für eine Zwischennutzung gesucht. Bürgermeister Klaus Luger (SP) spricht sich für eine weitere gewerbliche Nutzung das Areals aus.

Froneri verlegt Österreich-Zentrale nach Linz

Der vordere historische Gebäudeteil soll laut Scherb nicht abgerissen werden. Derzeit ist dort die Österreich-Zentrale des Speiseeis- und Tiefkühlkost-Unternehmens Froneri, besser bekannt unter seinen Marken Schöller oder Mövenpick, untergebracht sein. Bislang hat das Unternehmen, das vollständig im Besitz von Nestle ist, von Wien aus operiert. Schon bisher waren 25 Mitarbeiter im Verkaufsbüro in Linz tätig. Nun sind es 35 Mitarbeiter. Es handelt sich um einen reinen Vertriebs-Standort, eine Produktion wird es in Linzer nicht mehr geben. 

Teil der Industriegeschichte

Das Linzer Nestlé-Werk wurde 1879 eröffnet und hatte ein jährliches Produktionsvolumen von rund 6.000 Tonnen. "Mit der Stilllegung geht ein wichtiges Kapitel der Linzer Industriegeschichte zu Ende", meinte Bürgermeister Luger im Vorjahr. Durch die lange Geschichte hätten sich mehrere Generationen von Mitarbeiter besonders mit dem Unternehmen identifiziert.

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