Hoher Cashflow im ersten Halbjahr
voestalpine steigert Ergebnis trotz Umsatzrückgang
- Die voestalpine erwirtschaftete im 1. Halbjahr 2025 ein zufriedenstellendes Ergebnis.
- Foto: voestalpine AG
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Die voestalpine AG hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 trotz eines leichten Umsatzrückgangs ein solides Ergebnis erzielt.
LINZ. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,6 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 8 Mrd. Euro). Dennoch konnten alle wichtigen Ergebniskennzahlen verbessert werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg leicht auf 722 Millionen Euro (Vorjahr: 718 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 2 Prozent auf 345 Millionen Euro zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg beim Ergebnis vor Steuern aus: Mit 278 Millionen Euro lag es um 12 Prozent über dem Vorjahr. Nach Steuern blieb ein Gewinn von 199 Millionen Euro – ein Plus von 8,6 Prozent.
CEO Herbert Eibensteiner zeigt sich zufrieden:
„Die voestalpine konnte im ersten Halbjahr 2025/26 trotz weiterhin fordernden Rahmenbedingungen ein sehr solides Ergebnis erzielen. Unsere hochtechnologischen Produkte sind weltweit gefragt, vor allem die Bereiche Eisenbahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik haben sich sehr gut entwickelt. Ein klares Zeichen für die Effizienz und Stärke unseres Geschäftsmodells ist auch der hohe Free Cashflow, den wir im 1. Halbjahr erwirtschaftet haben.“
Tatsächlich verdoppelte sich der Cashflow aus der Betriebstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr auf 783 Millionen Euro. Der Free Cashflow lag bei 296 Millionen Euro. Auch die Bilanzstruktur bleibt robust: Die Nettofinanzverschuldung konnte weiter gesenkt werden und lag zum 30. September 2025 bei 1,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 2 Mrd. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf 7,53 Milliarden Euro, die Verschuldungskennzahl (Gearing Ratio) verbesserte sich von 27,5 auf 19,5 Prozent.
- Lehrlinge der voestalpine AG.
- Foto: voestalpine AG
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4,1 Prozent weniger Mitarbeiter
Mit 49.600 Beschäftigten weltweit verzeichnete der Konzern einen Rückgang um 4,1 Prozent. Grund dafür sind vor allem der Verkauf des Geschäftsbereichs Buderus Edelstahl und Umstrukturierungen im Bereich Automotive Components.
Entwicklung in einzelnen Sparten unterschiedlich
Die Nachfrage entwickelte sich in den einzelnen Sparten unterschiedlich: Während die Bereiche Bau, Maschinenbau und Konsumgüter weiterhin schwächeln, bleibt die Nachfrage nach Produkten für Eisenbahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik hoch. Im Energiesektor war die Nachfrage rückläufig, allerdings liefen internationale Pipeline-Projekte weiterhin gut. Einige Herausforderungen bleiben: Die voestalpine setzt ihre Reorganisationsmaßnahmen fort, insbesondere in der Automobilsparte und bei Hochleistungsmetallen. Auch Kapazitätsanpassungen sind nicht ausgeschlossen, etwa am Standort Kindberg, wo US-Zölle und niedrige Ölpreise die Absatzmengen belasten.
Positive Prognose
Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten hält der Vorstand an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Erwartet wird weiterhin ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Die Prognose berücksichtigt bereits die bekannten negativen Effekte der US-Zollmaßnahmen. Der Vorstand blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Wir gehen davon aus, dass sich die positiven Entwicklungen in den Bereichen Eisenbahninfrastruktur, Luftfahrt und Lagertechnik auch im zweiten Halbjahr fortsetzen“, so CEO Eibensteiner. CFO Peter Felsbach ergänzt: „Unsere solide Bilanz und der starke Cashflow geben uns den nötigen Spielraum, um auch in einem schwierigen Umfeld handlungsfähig zu bleiben.“
Die voestalpine AG ist ein weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit rund 500 Gesellschaften in mehr als 50 Ländern. Mit ihren Premium-Produkten zählt sie zu den wichtigsten Partnern der Automobil-, Maschinenbau-, Luftfahrt- und Energieindustrie und ist Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen.
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