27.10.2017, 14:54 Uhr

Erziehung als Mittel gegen Sucht

Eigene Familienberatungen können von Eltern in schwierigen Zeiten in Anspruch genommen werden. (Foto: easyshooting.de/Fotolia)

Fortbildungen und Präventionstipps können Eltern unterstützen.

Egal ob es um den falschen Umgang mit den sozialen Medien, dem Internet an sich oder um Drogenmissbrauch und Alkohol geht: In allen ist ein hohes Suchtpotenzial enthalten, das Eltern und Kinder heute oft vor große Herausforderungen stellt.

Elternbildung fördern

Unter all den Suchtmitteln sind zuletzt vor allem die Internetsucht und der verstärkte Missbrauch von Cannabis ein Problem geworden. "Sucht bedeutet Suche nach Beziehung. Gerade Kinder sind angewiesen auf wohlwollende und förderliche Beziehungsangebote. Wird das Bedürfnis nach positiven Beziehungserfahrungen nicht ausreichend durch Familie, Freundeskreis oder Schule abgedeckt, dann sind junge Menschen besonders anfällig für Suchterkrankungen", sagt Kurosch Yazdi, Leiter der Suchtabteilung des Kepler Universitätsklinikums in Linz.

Gerade deswegen sei es für die Eltern so wichtig, sich über Jugendthemen wie soziale Medien ausreichend zu informieren und sich mit der Entwicklung ihres Kindes auseinanderzusetzen. Weiterbildungen, Vorträge oder Beratungen werden zum Beispiel vom Familienbund angeboten: "Das Thema Suchtprävention hat im Elternbildungsangebot des OÖ Familienbundes einen wichtigen Stellenwert. Unsere Referenten beschäftigen sich z.B. mit dem richtigen Umgang mit den Neuen Medien, aber auch mit Suchtgefahren wie Alkohol, Nikotin oder Cannabis", sagt OÖ Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier.
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