08.01.2018, 12:04 Uhr

Zu wenig Ärzte im Linzer Magistrat

Ärzte dringend gesucht, heißt es beim Gesundheitsamt des Linzer Magistrats. (Foto: Esbenklinker/panthermedia)

Vizebürgermeister Detlef Wimmer ruft interessierte Mediziner auf, sich zu melden, um Ärztemangel vorzubeugen.

Am Linzer Magistrat arbeiten zu wenige Ärzte. "Für diverse amtsärztliche Tätigkeiten fehlt qualifiziertes Personal", sagt Wimmer. Für bestimmte Bereiche wie Impfungen kommt es derzeit schon mangels Personal zu längeren Wartezeiten und zur Einschränkung von Öffnungszeiten. Größere Engpässe konnten dank des Engagements der angestellten Mediziner bisher ausgeglichen werden, "auf Dauer kann es so aber nicht funktionieren", sagt Wimmer. Die Stellen sind seit längerer Zeit ausgeschrieben, die Personalverwaltung hat sogar eine sondervertragliche Entlohnung in Aussicht gestellt. Dennoch hält sich der Andrang in Grenzen.

Aufruf an Mediziner

Wimmer ruft daher nun interessierte Ärzte auf, sich zu melden. Auch eine Teilzeitbeschäftigung ist nach Absprache möglich. Wegen der Personalknappheit wurde im letzten Jahr sogar versucht, die Mediziner unter den in Linz wohnenden Asylberechtigten gezielt anzusprechen, so Wimmer: „Asylberechtigte Ärzte könnten nach fachlicher Anerkennung zumindest bestimmte Arbeitsbereiche abdecken." Doch auch dieser Aufruf war bisher nicht von Erfolg gekrönt. Wimmer geht davon aus, dass die Zahl der Asylberechtigten mit Medizin-Studium kleiner ist als vermutet. Außerdem fehlen auch den am besten geeigneten Bewerbern noch Voraussetzungen wie ein weiterführender Deutschkurs. "Die Personalverwaltung sieht nach eingehender Prüfung derzeit keine Einsatzmöglichkeit“, sagt Wimmer.

Impfungen weiter erhalten

Sollte dauerhaft keine Nachbesetzung möglich sein, muss das freiwillige Leistungsspektrum im im Geschäftsbereich Sport und Gesundheit eingeschränkt werden. „Schutzimpfungen für Kinder stehen bei uns an erster Stelle. Sie will ich tunlichst erhalten. Wenn wir mangels geeigneten Bewerbungen und trotz Aufruf weiter keine Nachbesetzung bekommen, werden wir an andere Behörden und Gesundheitsorganisationen mit der Bitte um – zumindest vorübergehende – Kooperation herantreten."
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