31.03.2017, 09:15 Uhr

Lastenrad statt Lastwagen

Stadträtin Eva Schobesberger und Sebastian Bornemann von der ÖH zeigen sich vom Lastenfahrrad begeistert. (Foto: Stadt Linz)
Das Umweltressort der Stadt erhöht die Förderungen für E-Lastenfahrräder, Lastenfahrräder und Dienstfahrräder. Dadurch soll für Betriebe beziehungsweise Organisationen der Anreiz steigen, Transporte mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln anstatt mit dem Lkw oder dem Auto zu erledigen. Mit (Lasten-)Fahrrädern kommt man gerade im städtischen Raum oftmals schneller ans Ziel, als das mit dem Pkw oder Lkw der Fall wäre. Daher ist das (Lasten-)Fahrrad gerade bei kurzen Strecken im Stadtgebiet eine Alternative. „Der motorisierte Individualverkehr ist Verursacher Nummer eins, wenn es um Luftschadstoffe in der Stadt geht. Deshalb setzt das Umweltressort einen Förderschwerpunkt auf umweltfreundliche Formen der Fortbewegung“, sagt Umweltreferentin Eva Schobesberger.


Lastenfahrräder als Bestandteil des Stadtbildes

Sie produzieren keine Schadstoffe, entlasten somit die Linzer Luft und brauchen auf den Straßen wenig Platz: Die Rede ist von Lastenfahrrädern, die in Linz längst ein gewohnter Teil des Stadtbildes sind. Nicht zuletzt aufgrund dieser Vorteile ist die Beliebtheit von Transportfahrrädern in der jüngeren Vergangenheit gestiegen. Auch in Linz haben sowohl verschiedene Unternehmen und Einrichtungen als auch Privatpersonen die Vorteile des Lastenfahrrades für sich entdeckt.
Die Förderungen und die Förderhöhen im Detail:

Die Stadt Linz unterstützt Privatpersonen, Fahrgemeinschaften, Betriebe/Organisationen etc. mit Standort bzw. Hauptwohnsitz in Linz beim Kauf von Lastenfahrrädern, Elektro-Lastenfahrrädern und Fahrradanhängern. Den Ankauf folgender Transportmittel fördert das städtische Umweltressort mit 30 Prozent der Investitionskosten. Hier die maximalen Förderhöhen im Überblick:

E-Lastenfahrräder: Maximal 1000 Euro
Lastenfahrräder: Maximal 800 Euro
Fahrradanhänger: Maximal 150 Euro

Bis vor kurzem ist die Anschaffung der angeführten Verkehrsmittel nur mit 20 Prozent unterstützt worden.

Lastenfahrräder überzeugen im Praxistest auf den Linzer Straßen
Dass Transportfahrräder den Elchtest bestanden haben und praxistauglich sind, beweist folgendes Beispiel: Seit mehr als einem halben Jahr stellen Gerhard Dehmer, Michael Smogavetz und Christof Schöffl vom „Fahrradsalon GerRad“ die Biokiste in der Linzer Innenstadt per Lastenfahrrad zu. Seitdem der Transport auf dem Gefährt mit drei Rädern erfolgt, hat das Team schon circa 3.000 Kilometer im Linzer Stadtgebiet zurückgelegt und knapp 17 Tonnen an Obst und Gemüse ausgeliefert. Wie positiv sich dieser Vertriebsweg auf das Klima auswirkt, zeigt sich alleine daran, dass bisher mehr als 600 Kilogramm CO2 eingespart wurden. Aufmerksamkeit erregte das innovative Projekt des GerRad-Teams auch bei der Europäischen Fahrradlogistikkonferenz, die vergangene Woche in Wien stattgefunden hat.

Dienstfahrräder fördern Umwelt und Gesundheit der Mitarbeitern:
Bei vielen Berufsgruppen spielt sich der Arbeitsalltag auch außerhalb der Büroräume ab. Um schnell von einem Ort zum anderen zu kommen, bietet sich die Anschaffung von Dienstfahrrädern an. Dadurch tragen Unternehmen zu einer besseren Linzer Luft bei und fördern gleichzeitig die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen. Deshalb unterstützt die Stadt Betriebe und Organisationen, die ihren Firmenstandort in Linz haben, auch beim Ankauf dieser Transportmittel und übernimmt jetzt 30 Prozent der Kosten. Der Fördersatz betrug bis März 2017 nur zehn Prozent.


Bereits 11.500 Linzer haben das Umweltticket

Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs leistet das Umweltticket. Dank der vergünstigten Jahreskarte können alle BürgerInnen mit Hauptwohnsitz in Linz um 285 Euro die Verkehrsmittel der Linz AG benützen. Damit hat Linz eine der günstigsten Jahreskarten in ganz Österreich. Wie gefragt die vergünstigte Jahreskarte ist, beweist auch ein Blick auf die Statistik. Mit Ende Februar waren knapp 11.500 Umwelttickets im Umlauf. Diese sensationelle Nachfrage zeigt, dass immer mehr Menschen umweltfreundlich unterwegs sein wollen, wenn das Angebot stimmt.
Städtische Förderung für E-Fahrzeuge angepasst

Finanziell unterstützt werden aber nicht nur jene Personen und Unternehmen, die ein Lasten- oder Dienstfahrrad anschaffen. Auch Betriebe sowie Organisationen mit öffentlichem Interesse, die in ein E-Auto investieren, erhalten von der Stadt Linz eine Förderung.
Neu geregelt hat das städtische Umweltressort auch die Förderung für elektrobetriebene Kraftfahrzeuge, sprich E-Autos, E-Motorräder und E-Scooter. Unterstützt werden der Kauf oder das Leasing der angeführten Fahrzeuge für Betriebe/Unternehmen sowie Organisationen mit öffentlichem Interesse (zum Beispiel Hauskrankenpflege). Nachdem der Bund mit 1. März 2017 ebenfalls den Ankauf von E-Fahrzeugen unterstützt, hat die Stadt die Förderung angepasst. Die E-Mobilitätsförderung stellt eine umweltpolitische Lenkungsmaßnahme dar. Betriebe, Unternehmen und Organisationen mit einem öffentlichen Interesse, deren Fahrzeuge ständig in der Stadt unterwegs sind, sollen durch die Förderung einen Anreiz erhalten, auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umzusteigen. Dadurch sinkt die Belastung durch Stickstoff-Dioxid (NO2). Davon profitiert die Linzer Luft und somit alle BürgerInnen in unserer Stadt.

Den Ankauf von E-Autos, E-Motorräder und E-Scooter durch Betriebe/Organisationen fördert das städtische Umweltressort wie folgt.

E-Autos: Maximal 1000 Euro
E-Motorräder: Maximal 500 Euro
E-Scooter: Maximal 300 Euro

Die Förderhöhen sind dabei mit 30 Prozent des Rechnungsbetrages begrenzt.
So geht’s: Mit einem Formular zur gewünschten Förderung

Wer um Unterstützung der Stadt für alternative Mobilitätsformen ansuchen möchte, kann das Vorhaben mit nur wenigen Schritten in die Tat umsetzen. Auf der Homepage http://www.linz.at/umwelt/foerderungen.asp findet sich der Überblick über die verschiedenen Förderungen. Einfach den gewünschten Link anklicken und den Förderungsantrag herunterladen. Dieser muss inklusive Beilagen an den Magistrat Linz, Planung, Technik und Umwelt-Umweltmanagement, Hauptstraße 1-5, 4020 Linz geschickt werden.
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