24.01.2018, 10:22 Uhr

ÖBB planen Stadtteil südlich des Bahnhofs

Stadt der kurzen Wege – das zentral gelegene Stadtviertel könnte ab 2023 Platz für Wohnungen und Kleinbetriebe bieten. (Foto: Foto: Europan14)

Die ÖBB wollen zwischen Hauptbahnhof und Wiener Straße einen neuen Stadtteil entstehen lassen.

Wohnen, arbeiten, Einkäufe erledigen – danach vielleicht mit Freunden oder Familie ins Café oder Restaurant. All das könnte schon in naher Zukunft in einem neuen Stadtviertel südlich des Linzer Hauptbahnhofes möglich sein. Haupteigentümer des 100.000 Quadratmeter umfassenden Areals sind die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Das Areal entlang der Gleise wird zum Teil noch von den ÖBB genutzt.

Erste Bauten ab 2023

Der etwa 15.000 Quadratmeter große Teil südöstlich der Unionkreuzung liegt zum Großteil brach. Neue Bauten könnten bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden. Das Areal entlang der Gleise wird momentan noch von den ÖBB genutzt. Sollten die ÖBB-Werkstätten entlang der Unionstraße verlegt werden, stünde noch ein weiteres größeres Areal zur Verfügung. Die Innenstadt könnte durch den neuen Stadtteil besser an den Süden angebunden werden. Anfang 2017 wurde der internationale Ideenwettbewerb "Europan14" ausgeschrieben. Im Fokus stand dabei das Thema "Produktive Stadt".


Raum für Arbeitswelt 4.0

Die Stadtplaner sollten die neuen Formen des Arbeitens einfließen lassen. Themen wie vernetzte Produktion, die Vermischung von Schreibtisch und Werkbank oder aber Raum für kreative Start-up-Unternehmen waren gefragt. Einen eindeutigen Sieger gab es nicht. Gleich drei eingereichte Projekte stellten sich als derart vielversprechend heraus, dass sie gemeinsam auf dem zweiten Platz gereiht wurden. Die Jury mit Vertretern von ÖBB, Stadt Linz sowie Architekten und Stadtplanern empfahl den drei Planungsteams aus London, Berlin und Wien, ihre Projekte weiter zu präzisieren. Nach dem Abschluss der Planungen soll das Areal dann samt bewusst gemischter Nutzungsstrukturen und attraktiver öffentlicher Räume verwertet werden. Teilflächen bleiben für ÖBB-Eigenentwicklungen reserviert. Die vorläufigen Ergebnisse des Europan14-Wettbewerbs sind noch bis zum 3. Februar im afo architekturform OÖ ausgestellt.


Ausstellung Europan14

Wo? afo architekturforum OÖ, Herbert-Bayer-Platz 1, Linz
Wann? Mi–Sa, 14–17 Uhr, Fr, 14–20 Uhr (bis zum 3. Februar)
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