20.04.2017, 12:03 Uhr

OÖ: Vorlesen ist immer noch im Trend

(v. l.) Thalia-Geschäftsführer Thomas Zehetner, OÖ-Familienbundobmann Bernhard Baier, Märchen- und Sagenerzähler Helmut Wittmann und Paul Eiselsberg vom Imas-Institut. (Foto: Ronald Posch)

Dass (Vor)Lesen auch heutzutage noch große Bedeutung hat, beweist eine aktuelle Umfrage.

"Wie wichtig ist Vorlesen?": Diese Frage stellte das Imas-Institut rund 405 Personen ab 16 Jahren. Beauftragt durch den Oberösterreichischen Familienbund ermittelten sie außerdem, wie häufig die Oberösterreicher selbst lesen und wie oft sie ihren Kindern vorlesen.

Wichtigkeit des Vorlesens ist unumstritten


Das Ergebnis ist klar: 97 % der Oberösterreicher halten das Vorlesen für die Entwicklung von Kindern für sehr wichtig. Als Hauptgründe nannten die Befragten die Förderung der sprachlichen und schriftlichen Fähigkeiten, wie zum Beispiel sinnerfassend lesen zu können. Auch die Fantasie soll angeregt werden.
Vier Fünftel der Eltern gaben an, ihren Kindern zumindest einmal in der Woche etwas vorzulesen. "Die Ergebnisse zeigen, dass Lesen und Vorlesen trotz starker digitaler Konkurrenz in Oberösterreich voll im Trend liegen", sagt OÖ-Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier. Im Kontrast dazu stehen allerdings die Aussagen der Erwachsenen über ihr eigenes Leseverhalten: Während 63 % der Österreicher gerne lesen, gaben 19 % der Oberösterreicher an, überhaupt nicht gerne zu lesen. Weitere 47 % sagten, dass sie selten oder nie ein Buch in die Hand nehmen. Zu dieser Gruppe gehörten vor allem Männer, Jüngere und Personen mit niedrigerem Bildungsniveau.

"Wer in der Kindheit kein Buch in die Hand nimmt, wird das auch später nicht mehr tun!"

Das Ziel sei, durch gezielte Aktionen die Freude und Begeisterung am Lesen schon im Kindesalter zu wecken. "Kinder sollten frühzeitig und ganz selbstverständlich mit Büchern umgehen. Wer nämlich in der Kindheit kein Buch in die Hand nimmt, wird dies auch später nicht mehr tun", sagt Thomas Zehetner, Geschäftsführer von Thalia Österreich.
Eltern sollten daher einerseits durch Vorlesen das Interesse an Büchern fördern und die Kinder animieren, ihnen aber auch Rückzugsorte bieten, an denen sie in Ruhe lesen können.

9. Lese- und Geschichtenfestival

Eine der Aktionen, mit denen der Familienbundes die Freue am Lesen fördern will, ist das Lese- und Geschichtenfestival. Es findet dieses Jahr zum neunten Mal am Linzer Pöstlingberg statt. Statt die Jahre zuvor können interessierte Kinder mit ihren Eltern sowie Schulklassen an drei statt zwei Tagen, vom 26.- 28. April, teilnehmen. Neben vielen Attraktionen, unter anderem Märchenerzählungen, Lesereisen, Lese-ecken und einer Fahrt mit der Grottenbahn, gibt es einen Geschichtenwettbewerb mit Märchenerzähler Helmut Wittmann. Hauptpreis für Schulklassen ist der Gewinn einer Lesenacht im Thalia auf der Linzer Landstraße, wo die Kinder den Buchladen eine ganze Nacht für sich haben.
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