Straßenverkehr
Lokalaugenschein in der Begegnungszone Tamsweg

Begegnungszone mit 20 km/h Beschränkung am Tamsweger Marktplatz und in der Kirchengasse
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Tamswegs Zentrum bereitet Polizei, Bürgermeister und Anrainer große Freude. Die Begegnungszone würde aber noch mehr Freiheiten gewähren, die aber noch nicht von allen genutzt werden.

TAMSWEG. Von der Kirchengasse über den Marktplatz erstreckt sich Tamswegs erste Begegnungszone. Sie wurde nach der Sanierung und Neugestaltung der Kirchengasse eingerichtet. Alle Verkehrsteilnehmer sollen sich darin nebeneinander, gleichberechtigt bewegen können. In der Zone besteht ein Tempolimit von 20 Stundenkilometer. Durch die Sanierung wurde die Verkehrsfläche mit einem einheitlichen Niveau versehen, davor bestehende Schutzwege wurden entfernt.

Alte Regeln in den Köpfen

Die Bezirksblätter Lungau haben das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zwei Jahre nach der Eröffnung beobachtet. Ein erster Eindruck: Die Fußgänger nutzen den imaginären Bürgersteig, Autos und Radfahrer die Verkehrsfläche in der Mitte als Fahrbahn. Selbst die Fußgänger queren, und die Auto- wie Radfahrer stoppen, an gewohnten Stellen – also an früheren Schutzwegen, an den Einfahrten zum Marktplatz. Alle Freiheiten werden also nicht ausgenutzt. Eine mobile Messanlage, die immer wieder an verschiedenen Stellen der Zone aufgestellt wird, soll der Selbstüberprüfung und Erinnerung an das Tempolimit dienen.

An das Tempolimit wird mit mobiler Messung erinnert.

Mindset "Straße" umlernen

Unseren Eindruck bestätigt auch Verena Gappmayr, die Junior-Wirtin des "Gellnwirt" direkt im Zentrum und quasi Anrainerin und tägliche Beobachterin des Treibens in der Begegnungszone ist: "Das antrainierte Mindset 'Straße' lässt sich nicht so schnell 'umprogrammieren'." Aus ihrer Sicht sind Gäste und Urlauer eher gewohnt, auch auf der Fahrbahn zu gehen, da sie mit den Erfahrungen aus Fußgängerzonen innerstädtische Bereiche anders nutzen. Aber auch die Einheimischen würden sich zunehmend mit der Begegnungszone anfreunden, beobachtet Gappmayr. "Auf alle Fälle ist die Sanierung der Kirchengasse eine unheimliche Bereicherung für den Ortskern", sagt Verena Gappmayr.

Verena Gappmayr

Polizei ist zufrieden

Auch der Verkehrsreferent des Bezirkspolizeikommando Tamsweg, Siegfried Aigner, hält die Begegnungszone für ein gelungenes Projekt. Bis auf wenige Ausnahmen würden die Geschwindigkeitsbeschränkung gut eingehalten werden. "Ein zu schnelles Fahren ist so gut wie nicht möglich, da ständig von allen Seiten andere Verkehrsteilnehmer einkreuzen. Natürlich bedarf es einer gewissen Eingewöhnung und gegenseitiger Rücksichtnahme", so Aigner. Auch seien Kontrollen durch die Polizei immer wieder nötig. Außerdem hält Aigner die Einbahnregelung für äußerst sinnvoll, da insgesamt weniger Durchfahrten im Markt stattfinden würden.

Fußgänger, Radfahrer und Autos sind in der Begegnungszone gleichberechtigt – auch wenn sie sich noch an "alte" Verkehrsregeln halten.
  • Fußgänger, Radfahrer und Autos sind in der Begegnungszone gleichberechtigt – auch wenn sie sich noch an "alte" Verkehrsregeln halten.
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Große Zustimmung in der Bevölkerung

Als Meilenstein in der Entwicklung des Ortskerns beschreibt Bürgermeister Georg Gappmayer die Begegnungszone: "Sie bedeutet mehr Lebensqualität. Die Begegnungszone ist barrierefrei und wirtschaftsfreundlich und sie erfährt große Zustimmung in der Bevölkerung."

>>MEHR<< über die Begegnungszone in Tamsweg.


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