Plegeausbildung
VIDEO – Das pflegemulti im Lungau startet im Herbst 2020

Direktor Klaus Mittendorfer vor dem multiaugustinum in St. Margarethen im Lungau.
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  • Direktor Klaus Mittendorfer vor dem multiaugustinum in St. Margarethen im Lungau.
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VIDEO – An der Schule "mulitaugustinum" in St. Margarethen im Lungau startet mit dem nächsten Schuljahr, also ab Herbst 2020, eine Höhere Lehranstalt für Pflege.

SANKT MARGARETHEN. Seit etwa acht Jahren arbeitet Hofrat Klaus Mittendorfer, der Direktor des multiaugustinum in St. Margarethen im Lungau, an der Installation eines neuen Schulzweiges mit dem Schwerpunkt Pflege. Jetzt, acht Jahre später ist das von langer Hand geplante und mehrfach modifizierte Konzept soweit, dass es auf Schiene gebracht werden und mit Herbst 2020 schlussendlich starten kann – das sogenannte "pflegemulti". „Der Schulversuch wird demnächst vom Bildungsministerium ausgeschrieben, das multiaugustinum wird sich dafür bewerben und die Pflegeausbildung an der Höheren Lehranstalt mit dem Abschluss Matura und der Pflegefachassistenz in Kooperation mit der Krankenpflegeschule der SALK anbieten“, teilten heute Salzburgs Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Bildungslandesrätin Maria Hutter mit.

>> Video: Interessiert am neuen Angebot "pflegemulti". Dann schauen Sie sich im Video die ausführlichen Erklärungen zum Thema von Direktor Klaus Mittendorfer an:

Diese Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Pflege werde laut Direktor Mittendorfer fünf Jahre dauern. Absolventen schließen mit der Matura ab und haben dann zudem die Berufsausbildung zur Pflege-Fachassistenz in der Tasche. Ein Beginn der Ausbildung sei nach der achten Schulstufe möglich. Da Schüler bis zum vollendeten 17. Lebensjahr nicht am Patienten arbeiten dürfen, finden die praktischen Teile in den diversen Partner-Krankenanstalten erst in der zweiten Hälfte der Ausbildungsdauer statt.

„Unser berufsbildendes Schulsystem ist ein entscheidender Standortvorteil und auch ein Garant für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Viele europäischen Länder beneiden uns darum und versuchen, uns hier zu kopieren. Mit der Einrichtung eines eigenen berufsbildenden Zweiges für die Pflegeausbildung bekommt dieses für unsere Gesellschaft so wichtige Zukunftsthema endlich auch die entsprechende Bedeutung im Schulbereich. Der Bedarf nach Absolventen im Bereich der Pflege ist derart groß, dass es bestimmt auch genügend Interessenten für diese Ausbildung geben wird. Die Job- und Karrierechancen sind jedenfalls hervorragend.“ (Bildungslandesrätin Maria Hutter)

Gestartet wird im Herbst 2020 mit einer Schulklasse; der Direktor rechnet damit, dass etwa 50 Prozent der Schüler nicht aus dem Lungau kommen. Es sei auch bisher schon so gewesen, dass die Hälfte der multiaugustinum-Maturanten von außerhalb – aus allen österreichischen Bundesländern sowie auch aus Deutschland – kamen. Das multi bietet deshalb auch ein großes Internat an. Zurzeit besuchen 206 Schülerinnen und Schüler das multi. "Wir rechnen, dass diese Zahl mit Start der Pflegeausbildung, noch weiter steigen wird", prognostiziert Direktor Mittendorfer. "Die bestehenden Angebote im fünfjährigen Bereich bleiben", ergänzt Mittendorfer, "das gastromulti und das medienmulti. Die Fachschule und der Aufbaulehrgang werden auslaufen, und dafür kommt die Pflege – das pflegemulti."

„Damit wird ein ganz wichtiges Puzzleteil in die Pflegelandschaft Salzburgs eingefügt. Ein besonderer Vorteil ist, dass die Ausbildung dezentralisiert im Lungau absolviert wird und die entsprechenden Praktika sowohl im Lungau als auch in den Herkunftsregionen der Schülerinnen und Schülern stattfinden. Da das Berufsbild der Pflegefachassistenz vor noch nicht allzu langer Zeit eingeführt wurde, werden diese im gesamten Bundesland im intramuralen und extramuralen Bereich benötigt. Deshalb ist es umso erfreulicher, wenn im kommenden Herbst im Lungau diese Ausbildung angeboten werden kann. Eine regionale Ausbildung von Pflegekräften erhöht die Chancen, dass sich die Absolventinnen und Absolventen dann auch in ihrer Heimat einen Dienstgeber suchen und dort als Pflegekräfte für die Spitäler in der Region als auch für die extramuralen Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime bzw. für die mobilen Dienste zu Verfügung stehen.“ (Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl)

Autor:

Peter J. Wieland aus Lungau

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