Scheupark
Margareten setzt einen Spatenstich im Zeichen der Inklusion
- Silvia Janković, Jürgen Czernohorszky und Gemeinderat Stephan Auer-Stüger (ab 3. v. l., alle SPÖ) beim feierlichen Spatenstich.
- Foto: Markus Wache
- hochgeladen von Tamara Winterthaler
Der Margaretner Scheupark wird in ein Spielparadies für Kinder mit und ohne Behinderung verwandelt. Die Idee dazu kommt vom Wiener Klimateam.
WIEN/MARGARETEN. Damit alle kleinen Margaretner künftig eine schöne Kindheit voller Spiel und Spaß verbringen können, startet jetzt die Umgestaltung des Scheuparks. Auf dem 3.080 Quadratmeter großen Gelände feierten die Wiener Stadtgärten gemeinsam mit der Margaretner Bezirksvorstehung und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) Spatenstich.
Im Fokus steht der Kinderbereich. Dieser soll so inklusiv wie möglich gestaltet werden, damit Kinder mit und ohne Einschränkungen gemeinsam spielen können. Im Zuge des Planungsprozesses fand ein Grätzlgespräch mit der Gebietsbetreuung statt. Hier konnten künftige Parkbesuchende ihre Wünsche anbringen. Die Anliegen flossen in die Gestaltung mit ein und werden umgesetzt.
Ein Ort für alle
Schon bei den Wegen durch den Park wird auf Barrierefreiheit geachtet. Das meiste spielt sich beim Spielbereich ab. Die vorhandene Sandkiste wird mit einem Sandaufzug und einem Schüttrohr ausgestattet und so auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Am Hang wird eine extra breite Rutsche errichtet. Durch einen vereinfachten Einstieg und einen verlängerten Auslauf wird der Zugang für motorisch eingeschränkte Menschen erleichtert.
- v. l.: Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, Bezirkschefin Silvia Janković und Gemeinderat Stephan Auer-Stüger (alle SPÖ) beim feierlichen Spatenstich.
- Foto: Markus Wache
- hochgeladen von Tamara Winterthaler
Ein Kombinationsspielgerät vereint unterschiedliche Möglichkeiten, sodass alle Kinder gemeinsam spielen können. Zum Beispiel hat das Gerät haptische Spielelemente, die auch vom Rollstuhl aus erreichbar sind. Eine barrierefreie Rampe macht es möglich, die erste Ebene des Spielturms zu erreichen.
Tierisches Vergnügen
Auch etwas zum Lernen gibt es in Form von Tierspuren und -umrissen auf den Parkwegen. Diese erzählen von den Tieren in der Stadt. Parkbesucher wünschten sich im Grätzlgespräch außerdem mehr Sitzgelegenheiten. So bekommt der Scheupark zwei neue Holzdecks sowie Stahlrohrbänke und Sitzgruppen. Tische mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht- und einem Schachfeld ergänzen das Angebot. "Mit der Neugestaltung des Scheuparks setzen wir ein starkes Zeichen für Inklusion und Diversität im öffentlichen Raum", freut sich Bezirkschefin Silvia Janković (SPÖ). "Es ist mir ein persönliches Anliegen, das unsere Parks Orte der Begegnung für alle Generationen und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sind."
- Los geht's im Scheupark!
- Foto: Markus Wache
- hochgeladen von Tamara Winterthaler
Auch Czernohorszky freut sich über das Projekt: "Parkanlagen sind nicht nur Orte der Erholung, sie verbinden auch Menschen", erklärt er. "Daher ist es gerade bei Spielplätzen in unseren Grünoasen wichtig, niemanden auszuschließen." Mit der inklusiven Neugestaltung des Scheuparks schaffe man einen Raum, in dem alle Kinder gemeinsam die Freude am Spiel erleben können.
Ende des Monats soll der Scheupark in neuem Glanz erstrahlen. Auch über neue Begrünung darf sich das Grätzl freuen. Widerstandsfähige Sträucher sollen die Lücken zwischen dem Baumbestand füllen.
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