Melk
Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus in der Tischlerei

Gunter Wolfsberger mit Judith Mandlburger
16Bilder

Im Rahmen von Wachau in Echtzeit lud die Tischlerei Melk zu einer Lesung mit Gerti Drassl, die mit musikalischer Unterstützung von "Brot und Sterne" "Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus" von Christine Lavant zum Besten gab.

MELK. (MG.)  Weil die Bezeichnung "Irre" für psychisch kranke Menschen glücklicherweise nicht mehr geläufig ist, und diese ja eigentlich auch nur in gewisserweise aus dem Rahmen fallen, wollten die BEZIRKSBLÄTTER von den Gästen wissen, wo in ihrem Leben sie aus dem Rahmen fallen. Gerda Ehs und Beatrix Eichinger unterscheiden sich von Anderen in ihrer Wohnform, sie wohnen in einem Wohnprojekt indem die Gemeinschaft alle Ressourcen teilt. Heimo Roitner fällt gleich durch zweierlei Eigenarten auf: "Ich esse Unmengen Gulasch und rauche selbst im Winter in der Unterhose auf dem Balkon". Auch Charlie Haidecker trotzt kalten Temperaturen indem er seine Kinder in der kurzen Hose vom Bahnhof abholt, außerdem schaut er gerne grausliche Filme von Ulrich Seidl. Michaela Wagner meint, sie falle bei vielem aus dem Rahmen indem sie die Welt einfach bunter sieht, als viele ihrer Mitmenschen. Ingrid Lebersorger hingegen sieht die Welt an sich eher rahmenlos. Heribert Lebersorger bemerkt, dass man eigentlich viel öfter aus dem Rahmen fallen sollte, während Gunter Wolfsberger in seinem Beruf als Lehrer ständig aus dem Rahmen fällt. Gerda Thenner hingegen fiel aus dem Rahmen, als sie ihren lange ausgeübten Beruf wechselte und sich nochmal ganz auf etwas Neues einließ. Karin Haindl und Renate Hofmann fallen heute mehr aus dem Rahmen als in ihrer Jugend: "Wir erlauben uns einfach mehr!". Auch Judith Mandlburger macht es am Lebensalter fest: "Meine Ideen finden viele für mein Alter eher unpassend!"

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KOMMENTAR

Wie verschiebt man eigentlich Rahmen?
Wer Menschen fragt, wo sie aus dem gesellschaftlichen Rahmen fallen, muss erst überlegen, was das eigentlich ist. Rahmen bzw. Normen umspannen unseren Alltag. Sie sind wichtig um das Miteinander lebbar zu machen. Wir – die Gesellschaft – gestalten diese Normen mit unseren Handlungen jedoch mit. Wer aus dem Rahmen fällt, bringt uns oft dazu, Althergebrachtes zu hinterfragen und ein enges Korsett an Vorstellungen wird mitunter als nicht mehr in die Zeit passend empfunden. So verschieben sich Rahmen und das Leben kann für alle ein besseres werden.

Autor:

Melanie Grubner aus Melk

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