Bezirk Melk: Liebe zu einer Prostituierten kostete 105.000 Euro

Gerhard Schafeiner verteidigt die 36-jährige Bulgarin
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BEZIRK. Vertagt wurde am Landesgericht St. Pölten der Prozess gegen eine 36-jährige Bulgarin, die laut Staatsanwalt Thomas Korntheuer im Verdacht steht, einem Mann aus dem Bezirk Melk insgesamt 104.743 Euro in betrügerischer Absicht herausgelockt zu haben.

„Ich wollte wirklich mit ihm zusammenbleiben“, beteuerte die Angeklagte, die den Mann im Herbst 2015 als Freier in Wien kennengelernt hatte. Nach einem zweiten Treffen, bei dem sie als Prostituierte bezahlt wurde, entwickelte sich eine Beziehung, die zumindest seinerseits mehr bedeutet habe. Ihre Warnung, dass sie eine problematische Persönlichkeit sei, hielt den Melker nicht davon ab, zumindest finanziell alles zu tun, um sie an sich zu binden.

5.300 Euro in nur eine Woche

Bereits Ende November 2015 überwies er seiner Angebeteten, die er nur äußerst selten sah und hauptsächlich per WhatsApp mit ihr Kontakt hatte, insgesamt 5.300 Euro in nur einer Woche. „Ihr bulgarischer Ehemann hat sie auf den Strich geschickt und sie wollte sich scheiden lassen“, erklärte das Opfer. Für die Scheidung, zum Freikaufen von ihrem Zuhälter, um Schulden zu zahlen, bis hin zur Brustoperation überließ oder überwies ihr der verliebte Mann immer wieder Geld in dem Glauben, ihre Gefühle für ihn seien genauso stark wie umgekehrt. Schließlich überließ er ihr noch seinen BMW, den sie verkaufte, um das Geld ihrem ebenfalls verschuldeten Zuhälter, dessen Namen sie nicht nennen wollte, zu geben. Als der Mann 2017 erkannte, dass aus einer Zweisamkeit nichts werde, erstattete er Anzeige. Sie habe ihm Gefühle nur vorgetäuscht und nie die Absicht gehabt, ihn zu heiraten, so die Begründung des Mannes, die zur Verhaftung der Frau im Juni 2017 führte.

„Sich in eine Prostituierte zu verlieben, das ist halt so eine Sache“, meinte der Richter. Bei der Befragung der Angeklagten stellte sich jedenfalls heraus, dass es keinerlei Aktivitäten mit einer Scheidung gegeben hatte. Auf die Frage des Richters, ob an der Brustoperation etwas Wahres dran sei, meinte die Bulgarin: „Ja, ich kann es Ihnen zeigen!“ Beide bestätigten, dass die Beschuldigte angeboten hatte, das Geld zurückzubezahlen, was der Mann auf die lange Bank geschoben habe. „Wenn wir geheiratet hätten, hätte sie nicht zurückzahlen müssen“, erklärte der Zeuge, der ihr das Geld nur gegeben haben will, weil er ihre Geschichten geglaubt habe.

Drohung via WhatsApp?

Warum sich die Prostituierte von dem Melker schließlich doch abgewandt habe, erklärte diese unter anderem damit, dass in einem der zahlreichen Nachrichten stand, er wolle sie in einen Keller sperren und ein Stück Fleisch von ihr abschneiden. Diese und andere WhatsApp sollen nun überprüft werden. Verteidiger Gerhard Schafeiner möchte damit beweisen, dass die Gefühle und die Absichten seiner Mandantin, bei dem Melker zu bleiben, der Wahrheit entsprechen, während der Opfervertreter damit die betrügerischen Absichten der Frau zu bestätigen versucht.

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