24.10.2016, 16:11 Uhr

Der Bezirk Melk bleibt weiterhin gegen Handelsabkommen CETA

Bleiben weiterhin bei einem Nein: Die Vertreter der SPÖ Melk machen sich weiter stark gegen TTIP und CETA. (Foto: SPÖ Melk)

Kritik an dem Freihandels-Bekenntnis von Christian Kern kommt von den Vertretern aus dem Bezirk Melk.

BEZIRK. Bundeskanzler Christian Kern sagte Ja. Ja zu dem umstrittenen Freihandelsabkommen CETA – mit Beschränkungen und einer Ausstiegsklausel. Ein Bekenntnis, welches besonders einem Vertreter aus dem Bezirk sauer aufstößt.

Landwirte werden geopfert

"Fairer Welthandel ist grundsätzlich sinnvoll, aber CETA bevorzugt leider Großkonzerne und bei den Zusatzpunkten wird unsere Landwirtschaft nicht einmal erwähnt und zugunsten der Industrie geopfert", macht sich der freiheitliche Landwirt Manfred Mitmasser aus Marbach sorgen um die Landwirte im Bezirk. Melks Bauernbund-Obmann Leopold Gruber-Doberer versucht bezüglich dieses Abkommens aber zu beruhigen. "Die Schweine- und Rinderbauern werden wahrscheinlich zu kämpfen haben, während unsere Milchbauern mit ihren Molkereiprodukten von dem Handelspakt sogar profitieren könnten", erklärt Gruber-Doberer, der aber nicht sagen kann, ob Kerns Entscheidung die richtige war.

SPÖ weiterhin gegen CETA

Die SPÖ Melk, die sich von Anfang an gegen CETA ausgesprochen hat, sieht hingegen kein "Land" für unsere Bauern. "Alle Unterlagen die mir vorliegen, sprechen von einem klaren Preisdruck auf unsere kleinbäuerliche Wirtschaftsweise. Darum sind die Mitglieder der SPÖ Melk und ich weiterhin gegen CETA", so Sidl.

"Kern hat Mitglieder verraten"

Trotz gleichem Gegenbekenntnis der Bezirks-Roten zu dem Handelsabkommen sieht Mitmasser einen Kniefall des Bundespräsidenten. "Er hat sich von Juncker und Co. erpressen lassen und hat auch seine Mitglieder, die ja eindeutig Nein sagten, verraten", so Mitmassser. "Kern versuchte immer Verbündete in der EU zu finden. Diese waren aber nur sehr bedingt gegeben. Er hat sich aber wenigstens nicht 'auf den Bauch geworfen' und kritiklos den Vertrag unterschrieben, sondern versucht Giftzähne zu ziehen", verteidigt Sidl den Kanzler.
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