10.10.2017, 10:30 Uhr

Letzte Chance für die Donauuferbahn im Bezirk Melk

Die Protestradfahrer und Vertreter der Politik wollen die Donauuferbahn mit allen Mitteln erhalten.

Mit einem Protest am 16. Oktober will man den Abriss der Strecke stoppen

BEZIRK. "Die Hoffnung für die Donauuferbahn ist noch da, aber die Situation gestaltet sich schon immens schwierig", betont Josef Baum vom Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel, wie schlecht es um den Erhalt der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Emmersdorf und Weins steht.


Wirtschaftliche Katastrophe

"Der Abriss von zwei Brücken ist leider schon beschlossen worden. Damit wäre die Bahnstrecke endgültig zerstört. Dabei wäre sie wirtschaftlich und touristisch gesehen extrem wertvoll, sie zu erhalten und zu reaktivieren", sagt Marbachs Bürgermeister Anton Gruber im Rahmen der Protestradfahrt der Verkehrswende NÖ. Das Persenbeuger Hartsteinwerk Loja wäre für die Erhaltung gewesen, da der Transit weniger wird und man direkt verladen könnte, müsste aber die Gesamtkosten für die Strecke aufbringen. "Das war aber für die Firma nicht möglich dieses alleine zu stemmen", berichtet Protestler Andreas Offenborn, der mit Vertretern des Werkes sprach. So bleibt der Verkehr weiterhin auf der Straße. Und dass nicht zu wenig. Laut dem Ybbser Bürgermeister Alois Schroll fahren bis zu 80 Schwertransporter in der Woche durch die Donaustadt. Doch das könnte bald zur "Gewohnheit" werden.

Protest bei der Granz-Brücke

Aber die Strecke ist in Kürze tot, sobald die Bagger bei Granz am 16. Oktober auffahren und die Bahnbrücke zerstören. "Dagegen muss man noch etwas unternehmen, da wir erst einen Tag danach einen Termin bei einem Landesvertreter bekommen haben. Zumindest eine Verzögerung", stellt Baum fest.

In der Runde wurde ein Protest vorgeschlagen, wo man sich am Vormittag vor der Brücke positionieren will und so die Bagger aufhalten will. "Es ist die letzte Chance. Alle, denen die Strecke am Herzen liegt, sollen kommen und uns unterstützen", so Baum
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