23.09.2014, 10:02 Uhr

Diebesgut im Internet verklopft

Rudolf Mayer und Christian Werner: Der Angeklagte ließ sich die Sache etwas kosten und durch zwei Wiener Staranwälte verteidigen. (Foto: mr)

Der Bosnier Alen B. kam mit Kinderwagen ohne Kind zum "Einkaufen"

GERASDORF/KORNEUBURG (mr). Der vielfach vorbestrafte bosnische Angeklagte erschien bei seinen Diebszügen immer mit einem (vermutlich gegen Alarmanlagen präparierten) Kinderwagen – Baby war freilich keines drinnen, nur die Beute, wenn er ging. Auch im G3 Shopping Resort war er regelmäßig "Kunde".
Wenngleich ihn mehrere Ladendetektive im Verdacht hatten, auf frischer Tat wurde er nicht ertappt. Verschiedene Firmen stellten fest, dass im Internet just jene Waren unter dem Einkaufspreis angeboten wurden, die ihnen bei der Inventur abgingen. Dadurch kam das Treiben des Alen B. ans Licht.

Internetaccounts ausgewertet
In mühevoller Kleinarbeit stellten Kriminalisten nach Auswertung der Internetaccounts Gesamteinnahmen von über 100.000 Euro fest. Noch mühevoller war der Nachweis, welche Waren in welchen Geschäften geklaut wurden. Eine Menge Überwachungsvideos wurden überprüft.
Der nur teilweise geständige Angeklagte wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, wobei das Gericht zu seinen Gunsten von einem Beutewert unter 50.000 Euro ausging. Rechtskräftig!
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