"So extrem (schön) habe ich den Schneeberg noch nie erlebt"

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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Wer den Namen Karl Tisch hört, weiß, das ist der Schneeberg Koarl – der lebt quasi am Schneeberg, egal ob Sommer oder Winter. Für ihn und seinen Kameraden der Bergrettung Puchberg, Thomas Fuhs, war der Aufstieg über die sogenannte "Narrendattel" zur Fischerhütte und über die Lahningries runter in den Nördlichen Grafensteig und nach einem Zwischenstopp in der Edelweißhütte zurück nach Losenheim wohl ein Spaziergang.

"Nur net hudeln"

Für Bezirksblätter-Redakteur Thomas Santrucek  war der Aufstieg (Start 6 Uhr früh!) hingegen schon eine ordentliche Herausforderung: "Ich bin zwar schon einmal mit Steigeisen einen Klettersteig im Winter gegangen. Aber das war ein Lärcherlschas gegen diese Tour. Vor allem galt es jeden Schritt gut zu überlegen und sorgfältig zu platzieren, damit man mit den Steigeisen nicht einfädelt und sich verletzt."
Da kamen die Tipps von Koarl Tisch und Tom Fuhs gerade recht. "Nur net hudeln. Lass dir Zeit", war ein guter Rat.

Auf allen Vieren aufwärts

Denn ab einem gewissen Punkt mussten auch die Pickel herhalten – nicht nur als Stütze. "Da krabbelten wir wirklich auf allen Vieren bergwärts. Immer die Pickel in Eis schlagend und ebenso die Steigeisen. Drei Punkte mussten immer einen guten Stand haben, dann konnte sich die vierte Gliedmaße – bei mir oft eine Hand mit einem der Pickel – ein paar Zentimeter rauf kämpfen", schildert der Redakteur. Wie sich herausstellen sollte, hatten die Hangneigungen 42 und 44 Grad. Doch auch das ist – in ungewöhntem Terrain – eine ziemliche Herausforderung.

Zur Sicherheit die Seilsicherung

Kurz vor der Fischerhütte wartete noch eine steile, felsendurchsetzte "Eiswand" auf den Redakteur. "Vorsorglich haben mich die Bergretter da mit dem Seil nachgesichert", so Santrucek: "Da habe ich dann einmal Scheiße gebaut. Tom ist rechts an einem Fels vorbei gegangen und ich links. Dabei hat sich das Seil am Fels verfangen. Eine ungute Situation. Irgendwie haben wir mit vereinten Kräften dann das Seil abbekommen und es ging weiter. Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen. Danke, lieber Koarl und Tom, für die Geduld."

Die Belohnung: Linsen und Kaiserschmarrn

Im Winterraum und auf einer Bank vor der Fischerhütte wurde dann kurz gerastet, bevor es über die Lahningries wieder talwärts ging. Das war deutlich einfacher, aber auch hierbei galt es, jeden Schritt mit Bedacht zu setzen. Schnell stolpert man und das kann mit Steigeisen fatale Folgen haben. Zum Glück ging alles gut.
Linsen mit Speck beziehungsweise ein Kaiserschmarrn in der Edelweißhütte von Mario Scheffer hatten sich die drei wirklich verdient. Übrigens wurde aus der Küche angekündigt, den Kaiserschmarrn im Jänner mit Heidelbeeren zu servieren – Abwechslung muss sein. Bergheil!

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