07.11.2017, 22:21 Uhr

Atlas: So besiegt unser Bezirk den Herztod

2012 wurde ein Defi im MSC I installiert. Im Bild: MSC-Boss Dieter Schneider und Elisabeth Touchyn, die auch am Defi geschult wurde.

Im Bezirk Neunkirchen retten Dutzende Defibrilatoren im Ernstfall Leben. Wir zeigen wo.

BEZIRK NEUNKIRCHEN (bs). Wenn ein Mensch einen Herzanfall erleidet, werden die Minuten bis zum Eintreffen der Rettung zur Ewigkeit. Defibrillatoren können in einer derartigen Situation Leben retten. Auch in unserem Bezirk gibt es immer mehr der Geräte. Die Bezirksblätter haben nachgefragt, wo Sie einen Defi finden.

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Gleich zwei Laien-Defis sind im Bürokomplex MSC I und MSC II – im Hotel – am Neunkirchner Spitz zu finden. "20 Mitarbeiter haben auch das Angebot vom Roten Kreuz genutzt und eine Schulung gemacht", erzählt Elisabeth Touchyn, Assistentin der Geschäftsführung in der Schneider-Holding. Touchyn selbst hat auch diesen Kurs belegt: "Der Defi ist ganz einfach anzuwenden: öffnen, herausnehmen, einschalten. Danach gibt das Gerät Sprachanweisungen. Man kann also nichts falsch machen." Benutzt werden musste der Defi bisher noch nicht.

Viele potenzielle Lebensretter

"Der jüngste erfolgreiche Defi-Einsatz war kürzlich eine Lebensrettung auf der Rax", weiß Horst Willesberger, Geschäftsführer der Rotkreuz Bezirksstelle Neunkirchen. "Jeder Defi, der draußen hängt, ist ein potenzieller Lebensretter. Die Dichte der Defi-Standorte ist aber grad bei uns im ländlichen Bereich noch stark ausbaufähig. Es gibt noch viel zu wenige."

Wartung der Defis nötig


Eine konkrete Zahl, wie viele Defis im Bezirk hängen, kann nicht gesagt werden, da nicht nur das Rote Kreuz, sondern auch andere Anbieter Defis verkaufen. Aber sie wächst ständig"Allerdings ist da oftmals kein Service inkludiert. Der Defi wird geliefert, das wars", skizziert Willesberger, "Das Service, Elektroden und Batterien austauschen, machen bei den Defis des Roten Kreuzes unsere ausgebildeten Mitarbeiter. Vor allem die Batterien, die halten nicht ewig. Doch sie müssen in der Lage sein, eine gewisse Grundspannung zu halten, um mehrere Schockstöße abgeben zu können. Üblicherweise wird ein Patient ja nicht einmal geschockt, sondern mehrfach. Und da mussen die Batterie in der Lage sein, mehrmals die Spannung aufzubauen. Wenn etwa die Batterie schwach wird, leuchten Kontrollsymbole auf." Ein Defibrillator muss jährlich überprüft werden, damit er im Notfall einsatzfähig ist. Ein Defi sollte alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden.
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