04.07.2017, 13:13 Uhr

Mehr Sicherheit durch intakte und gut markierte Wanderwege

Reichenau an der Rax (Red.).

Von 3. bis 7. Juli 2017 arbeiten 18 Freiwillige ehrenamtlich im Rax- und Schneeberggebiet, um dort sanierungsbedürftige Wege instand zu setzen, die Markierungen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu erneuern! Die Rax und der Schneeberg, nur getrennt durch das wildromantische Höllental, bilden im Osten das erste Hochgebirge der Alpen und sind das Naherholungsgebiet für viele Bergsportbegeisterte aus Wien, Niederösterreich und der Steiermark. Unterstützt wird diese gemeinsame Aktion von Alpenverein und Naturfreunde von der MA 49 – Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien.

Forstdirektor OSR DI Andreas Januskovecz, zeigt sich begeistert über die tolle Zusammenarbeit der alpinen Vereine. „Die MA 49 sichert mit der Bewirtschaftung der Quellenschutzgebiete im Rax-, Schneeberg- und Hochschwabgebiet das kostbare Trinkwasser für die Stadt Wien. Daher ist es sehr wichtig für uns, dass die Wanderwege in einwandfreiem Zustand sind, um so „Abkürzungen“ zu vermeiden. Wir sind sehr daran interessiert, dass in Quellenschutzgebieten markierte Wanderwege nicht verlassen werden. Erholung und Quellenschutz sind vereinbar, vorausgesetzt, es werden einige Grundsätze ernst genommen und eingehalten, um Verunreinigungen abseits der markierten Wege zu minimieren. Die Wegefreiheit ist ein hohes Gut nicht zuletzt für die Erholungssuchenden. In Kombination mit dem Quellenschutz tragen die BewirtschafterInnen, die alpinen Vereine aber auch die Freizeit-NutzerInnen eine große Verantwortung.“ Andreas Januskovecz, selbst ein begeisterter Wanderer, bittet alle Besucherinnen und Besucher sich an die Verhaltensregeln in den Quellenschutzgebieten zu halten.

Mag. Günter Abraham, Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde Österreich, betont die Wichtigkeit der alpinen Vereine, die Wegebetreuung im Wanderland Österreich betreffend. „Die Berge und mit ihnen untrennbar verbunden auch die Schutzhütten und Wege, sind Teil der Geschichte, der Kultur und der Identität Österreichs. Der Alpenverein und die Naturfreunde betreuen rund 40.000 km Wanderwege. Diese gut betreuten und markierten Wege sind eine tragende Säule des Sommertourismus in Österreich. Gut erhaltene und markierte Wege erhöhen die Sicherheit der Erholungssuchenden und verringern die Zahl von Such- und Bergungseinsätzen.“ Er bedankt sich besonders dafür, dass die Arbeitswoche im Rahmen des Bergwaldprojekts auch aktiv von der Bergrettung Reichenau/Rax unterstützt wird, denn die Aufrechterhaltung eines sicheren Wegenetzes und der alpinen Infrastruktur insgesamt, wäre ohne den leidenschaftlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer nicht möglich!

Der Alpenverein führt seit 1986 mit großem Erfolg Umweltbaustellen mit Jugendlichen und seit 2001 Bergwaldprojekte durch. Es findet bei den Mitgliedern - aber auch in der forstlichen Öffentlichkeit und bei vielen WaldbesitzerInnen - große Aufmerksamkeit. Die TeilnehmerInnen wollen sich aber auch beim Wald und seinen Bewirtschaftern mit ihrem Einsatz für die Leistungen bedanken und klarmachen, dass die Bergnatur für sie mehr ist als Kulisse oder Sportplatz. Es ist vielmehr ein Begegnungsort für verschiedenste Menschen- und Interessengruppen. „Da es immer mehr Menschen in die Berge zieht, bedarf es auch entsprechender Initiativen, um die Besucherströme zu lenken. Das ist eine sehr große Verantwortung, welche die alpinen Vereine hier wahrnehmen“, betont MMag. Liliana Dagostin, Leiterin der Abteilung Raumplanung und Naturschutz im Alpenverein.
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