23.09.2014, 00:00 Uhr

Zores wegen 40°C Fieber

Kathrin Pölzelbauer (l.) und Petra Untermarzoner verstehen nicht, weshalb der Arzt den Krankenbesuch verweigerte.

Gloggnitzer (26) fühlt sich im Stich gelassen. Der kritisierte Arzt sieht die Vorwürfe gelassen.

GLOGGNITZ. "Am Samstag holte ich bei Dr. Seit noch Antibiotika für ihn. Am Sonntagabend hatte er 40°C", schildert Engelbert B.'s Lebensgefährtin, Kathrin Pölzelbauer. Die 22-Jährige beriet sich mit Petra Untermarzoner (44), der Mama des 26-Jährigen, was zu tun sei.
Die Familie konsultierte Dr. Seit, weil Hausarzt Dr. Johannes Schimek verreist war. Untermarzoner und Pölzelbauer zu den Bezirksblättern: "Er meinte, wegen 40° Fieber ruft man keinen Doktor. Deswegen kommt er nicht. Und wir sollten ihm etwas gegen Fieber geben."

Hausbesuch oder Spital

Eine Aussage, die Dr. Hans-Peter Seit nicht unkommentiert im Raum stehen lassen will: "Mir wurde gesagt, er hat schon seit 12 Uhr Fieber. Daher meinte ich, wenn man schon so lange 40°C Fieber hat, ruft man nicht um 21 Uhr den Arzt." Kommen wollte Seit tatsächlich nicht mehr: "Weil Komplikationen vorliegen könnten, sagte ich, sie sollen ins Krankenhaus fahren", so der Gloggnitzer Mediziner.
Darauf verzichtete die Familie. "Am Montag war unser Hausarzt wieder erreichbar. Dr. Schimek kam sofort zur Visite", erzählt die Mutter des Kranken. B. wurden andere Antibiotika verschrieben.
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