"SCHANDFLECK HUNDEZONE" in Frauenkirchen

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In Frauenkirchen gibt es viele Hundebesitzer, und als solche stellen ihre Vierbeiner nicht nur einen Lebenspartner sondern auch einen Fitnesscoach dar. So werden lebenswichtige, regelmässige Spaziergänge gemacht, es entwickeln sich soziale Kontakte und die eigenen vier Wände werden auch wieder ein wenig sicherer.
In einem Bericht der Jägerschaft wurden die Hundehalter angewiesen, ihre Tiere (gesetzeskonform ?!?) ausschliesslich mit Leine und Beisskorb auszuführen, und es wurde bei Androhung von Sanktionen (Geldbusse, Tötung des Hundes) darauf hingewiesen, dass es keinen Freilauf auf Feld und Flur geben darf. Leider ist das Anbot von Alternativen zu vermissen.
Es ist unbestritten, dass unser Wild geschützt werden muss. Gleichgültig, ob es sich dabei um Wildgeflügel, Hoch- oder Niederwild handelt. Hetzende Hunde sind hier sicherlich kontraproduktiv, wenngleich kaum ein Hund einen gesunden Hasen erwischen wird, im Gegensatz zu den hunderten Tieren, die im Strassenverkehr ihr Leben lassen. Doch das ist nicht das Thema. Ein verantwortungsbewusster Hundehalter lässt seinen Hund ja ohnehin nicht hetzen, und er wird ihn auch nicht im Stadtgebiet in die Kindersandkiste schicken, um sich dort zu erleichtern, er wird dafür Sorge tragen, dass er nicht fremde Menschen anspringt, um sie zum Spielen aufzufordern, und, und, und …… und das "Gackerl-Sackerl" wird/sollte ohnehin immer dabei sein.
Ich denke, das Thema lautet: Wie und wo kann man seinem Hund die Möglichkeit geben, sich auszutoben, ohne Menschen zu belästigen, die keinen Hundekontakt wollen ? Und das,ohne eine Gefahr für sich und andere darzustellen? Und wo sie dennoch geschützt ihren ureigensten Bedürfnissen nachkommen können?
Nach langem Hin und Her wurde in einer der amtlichen Aussendungen vor gut 3 Jahren (2014) die Errichtung einer Hundefreilauf/-begenungszone in Frauenkirchen angekündigt. Gut Ding braucht Weile, und so wurde im Vorjahr ganz "spontan" mit der Errichtung begonnen. Laut Ankündigung sollte die Hundezone im Rahmen der Eröffnung des Sportzentrums (Sommer 2017) eröffnet werden. Es wurde begonnen, ein Grundstück mit sehr hochwertigem Zaun einzufrieden, doch leider hat die Zeit nicht gereicht und das Projekt wurde nicht fertig. Naja - haben sich viele gedacht, da wird es halt ein bisserl später werden und es wird dann eine eigenständige feierliche Eröffnung geben.
Doch leider ist danach nicht viel passiert. Ausser einer Eröffnung, von der vorher niemand wusste (ein Schelm, der Böses dabei denkt). Als der ortsansässige Hundeverein seinen neuen Platz einweihte, wurde die (immer noch unfertige) öffentliche Hundefreilaufzone gleich mal miteröffnet ... haben sich hier die Gemeindeväter von der Hundevereinsobfrau etwa das Heft aus der Hand nehmen lassen? Erfahren hat man davon nachträglich aus der lokalen Presse !?!?!?!?!
Auch dieses Event ist nun bereits 2 Monate her, und das ist der Stand der Dinge:

 *) Die Frauenkirchner Hundebegegnungszone ist ziemlich genau 2.500m² "gross", als Vergleich dazu: Nickelsdorf und Parndorf jeweils 5.000m², Neusiedl am See 10.000 m²
 *) Die Einfriedung wurde zwar optisch fertiggestellt, leider ist sie aber nicht dicht. Das Grundstück ist sehr uneben, und so gibt es an vielen Stellen für kleine und mittelgrosse Hunde die Möglichkeit, einfach unten durch zu schlüpfen - und schon sind sie dahin! Das hat leider nichts mit einer gesicherten Freilaufanlage zu tun.
 *) Die Bodenfläche wurde weder eingeebnet noch begrünt. Es geht hier nicht um einen englischen Rasen, wenn man jedoch im Herbst noch eine Strapazierwiese angebaut hätte, wäre die jetzt eingewachsen und benutzbar. So können sich die Hunde nur im groben, verholzten Unkraut und im Gatsch wälzen
 *) Eine Begrünung fehlt zur Gänze. Es wurde weder für eine Beschattung in den heissen Monaten gesorgt, noch ist ein Sichtschutz hinaus in die Felder und auf die nahegelegene Bundesstrasse gegeben. Die einzigen "Bäume" sind tot - ein gefällter Baumstamm liegt mitten auf dem Platz und ein alter Wurzelstock wurde eingegraben. Immerhin wurde die Aushuberde dazu verwendet, einen kleinen Hügel und eine Röhre zu errichten.
 *) Gackerl-Sackerl stehen zur freien Entnahme zur Verfügung und auch ein Mistkübel ist montiert.
 *) Trinkwasser und Brunnenwasser wurden bereitgestellt, die Wasserhähne wurde dabei an die PE-Rohre montiert und mit Schlauchbindern am Zaun befestigt. Ein Trog aus Edelstahl ist wohl vorhanden, seine Positionierung wirkt unbedacht . Eine Kindersandmuschel wurde vor Diebstahl geschützt, sollen die Vierbeiner drin baden? Die ist doch selbst für Enten zu klein ?!?

Im grossen und ganzen ist die Frauenkirchner Hundezone ein Enttäuschung für die Hundebesitzer und ein Schandfleck für die Stadt. Ob sich noch etwas ändern wird steht wohl in den Sternen. Frauenkirchen ist eine innovative Stadt, offen und voll Engagement, und kein kleiner Ort, der nur aus drei Misthaufen besteht. Mit dem derzeitigen Stand des Projekts "Hundefreilauf/-begegnungszone" hat man sich allerdings nicht mit Ruhm bekleckert. Und das ist sehr schade ....

Wo: Hundefreilauf/-begegnungszone, Mönchhoferstraße, 7132 Frauenkirchen auf Karte anzeigen

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