Maksym am Schachbrett
Talent begeistert mit außergewöhnlichem Können
- Maksym Slavskyi ist in der Schachwelt kein unbekannter Name. Der erst 13-jährige Schüler hält bereits seit mehreren Jahren sämtliche Meistertitel im Denksport inne.
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Mit gerade einmal 13 Jahren zählt Maksym Slavskyi bereits zur jungen Speerspitze des strategischen Spiels. Was als Zeitvertreib bei den Großeltern begann, entwickelte sich rasch zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte – geprägt von klugen Zügen, ehrgeiziger Förderung und einem plötzlichen Umbruch durch die Ereignisse in seiner Heimat. Doch Maksym ließ sich nicht aufhalten.
KITTSEE. Maksym Slavskyi ist in der Schachwelt kein unbekannter Name. Der erst 13-jährige Schüler hält bereits seit mehreren Jahren sämtliche Meistertitel im Denksport inne. Doch wie kam er so früh zum Schach? "Eigentlich habe ich früher Taekwondo gemacht, das war noch in der Ukraine, aber dann waren die Abstände zwischen den Einheiten immer größer und mir wurde etwas langweilig. Meine Großeltern haben mir dann Schach gezeigt." Seine Mutter ist der treibende Motor hinter seinem Talent. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Schachbrett, stellte sich bald heraus, dass Maksym's analytisches Denkvermögen weiter reichte als bei gleichaltrigen Mitspielerinnen und Mitspielern. Danach kam er in das Schul-Schach-Team, mehrfache Siege in den Schullandesmeisterschaften stellten sich ein - dann brach der Krieg aus.
- Das ehrwürdige Schloss Kittsee darf der Schachverein sein Heim nennen.
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Der wichtige Neuanfang
Es folgte der Umzug von Kiew in das weit entfernte Hainburg im Nordburgenland nahe der slowakischen Grenze. Sein erster Instinkt: einen Schachklub finden. Man empfahl den Schachklub Kittsee, untergebracht im Schloss Kittsee, der unter Leitung von Josef Kovac mit viel Engagement geführt wird. Er fand ein neues Zuhause. 2023 gewann er die österreichweite Jugendschachreally, ein Jahr später erneut in der Kategorie U14. "Ich gehe gerne schwimmen. Das hilft meiner Haltung und ist ein guter Ausgleich. Außerdem tanze ich gerne, lese viel, bin oft Fußball spielen oder gehe Radfahren", antwortet er auf die Frage nach anderen Aktivitäten. "Videospiele sind auch gut", fügt er an. In letzter Zeit versuchte er sich im Schnell- und Blitzschach und fand Gefallen daran. Das Tempo ist hoch: "Man muss aufpassen - sonst leidet klassisches Schach. Es macht mir trotzdem richtig Spaß", sagt er lächelnd.
- Schach ist eines der komplexesten Brettspiele. Bereits nach zwei Zügen können 72.084 verschiedene Stellungen entstehen.
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Das große Vorbild und Ziele
Seiner Empfehlung nach sollten sich Anfänger in viel Theorie einlesen. Praxis ist am Anfang nicht ganz so wichtig. Wer sich endlich sicher fühlt, kann in den örtlichen Schachklubs erste Schritte wagen und darauf aufbauen. Sein großes Vorbild ist der tschechoslowakische Schachmeister Richard Réti. Seine nach ihm benannte Eröffnung - der erste Zug eines Schachspielers am Beginn einer Partie - imponiert ihm, seit er ein Buch über die Schachlegende zum Geburtstag bekam. Und die nächsten Ziele? Das österreichische Nationalteam, danach gemeinsame Siege in ganz Europa. Ob dort Schluss ist, weiß er nicht. Vielleicht wird in der Zukunft ein Schachzug nach ihm benannt - das Talent spricht Bände..
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