Katzen-Serie Teil 4: Das Heim-Dasein als Stubentiger

Der "Petwalk" aus Niederösterreich als Zukunft der Stubentigerhaltung?
  • Der "Petwalk" aus Niederösterreich als Zukunft der Stubentigerhaltung?
  • Foto: petwalk
  • hochgeladen von Martin Rainer

Vom „Dilemma drinnen oder draußen“ spricht Veronika Heizmann vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Wiener Vetmeduni – im Wissen, dass für Katzen draußen nicht nur Gefahren lauern, sondern dass sie auch die Tierwelt rund ums Haus stark beeinträchtigen.

Katzen als Gefahr für Küken

Selbst eher träge oder besonders ungeschickte Katzen beeinflussen etwa die Vogelwelt. So haben Forscher der britischen University of Sheffield herausgefunden, dass allein die Anwesenheit einer Katze im Garten bewirkt, dass Vogeleltern ihren Küken um ein Drittel weniger Futter ins Nest bringen.

Immer mehr Naturschützer plädieren deshalb dafür, Katzen ganz im Haus zu lassen – und es ihnen drinnen so angenehm wie möglich zu machen. Die Bewegung geht von Kanada aus, wo die Katzen-Überpopulation der Vorstädte offen diskutiert – und auch von Katzenhaltern nicht mehr geleugnet wird.

Tony Buffington, auf Katzen spezialisierter Veterinär an der Ohio State University, hat dem wesensgerechten Indoor-KatzenZuhause ein aufschlussreiches Buch („Your Home, Their Territory“) gewidmet: Wer es Katzen zu Hause wirklich recht machen will, so Buffington, müsse – pro Tier – mindestens ein Zimmer zur Verfügung stellen und sollte möglichst wenig Besucher empfangen. Rauchen ist tabu.

Eingeschränkter Freigang

Die Wiener Veterinärin Veronika Heizmann löst das Dilemma, indem ihre eigene Katze nur eingeschränkt Freigang hat – ausschließlich am helllichten Tag. Schon vor der Dämmerung, der Zeit, in welcher die meisten Vögel aktiv sind, kommt sie ins Haus.

Ins Freie gelassen wird sie nur gefüttert. Wer das als Katzenhalter ähnlich handhaben möchte, muss dennoch die Annehmlichkeit einer Katzenklappe, durch welche das Haustier aus freien Stücken hinein oder hinaus kann, nicht missen. Möglich macht das moderne Technik.

Der "Petwalk" aus Ternitz

Anfang Jänner erst hat etwa das Unternehmen Petwalk aus dem niederösterreichischen Ternitz auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine smarte Tiertür vorgestellt.

Der „Petwalk“ lässt sich zeitlich programmieren oder mittels App oder Browser auch einfach von auswärts steuern. Sind die Tiere gechippt, unterscheidet er sogar – und lässt etwa den Hund ins Freie während die Katze drinbleiben muss.

Alle Infos zur Katzen-Serie der Bezirksblätter Niederösterreich gibt's unter meinbezirk.at/katze18

Autor:

Thomas Weber aus St. Pölten

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