Wirtschaftskammer NÖ
28,3 Millionen Euro für Wasserinfrastruktur
- Wasserminister Norbert Totschnig
- Foto: BML Hemerka
- hochgeladen von Franziska Stritzl
Die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, wie dringend eine an den Klimawandel angepasste Wasserwirtschaft ist. Rund 28,3 Millionen Euro an Bundesförderungen fließen nach Niederösterreich, um Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung und die ökologische Sanierung von Gewässern zu stärken.
NÖ. Die aktuellen Starkregenereignisse und Überschwemmungen machen die Notwendigkeit robuster Wasserinfrastrukturen deutlich. "Wir müssen die Zeichen des Klimawandels ernst nehmen und jetzt die richtigen Weichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser stellen“, betonte Wasserminister Norbert Totschnig.
Bei der Kommissionssitzung Wasserwirtschaft wurden insgesamt 1.185 Projekte genehmigt, die bundesweit 144 Millionen Euro an Fördermitteln auslösen. Niederösterreich profitiert von 28,3 Millionen Euro an Förderungen, wodurch Investitionen von insgesamt 91,6 Millionen Euro möglich werden.
Schwerpunkt auf kommunaler Wasserinfrastruktur
Mit 7,57 Millionen Euro an Mitteln würden in Niederösterreich 132 Projekte zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung unterstützen. Dies führt zu Gesamtinvestitionen von 43,8 Millionen Euro. "Insbesondere Projekte der Trinkwasserversorgung sind angesichts der notwendigen Anpassungen an den Klimawandel von hoher Priorität. Darüber hinaus ist auch die Sanierung unserer Kanalnetze und der Ausbau der Kläranlagen voranzutreiben“, erklärte Totschnig.
- 28,3 Mio. Euro für die Wasserinfrastruktur und den Schutz vor Hochwasser in Niederösterreich.
- Foto: symbolfoto: pixabay
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Ein Beispielprojekt ist die Erweiterung des Leitungsinformationssystems des Gemeindeabwasserverbandes Raum Hohe Wand-Steinfeld, das den baulichen Zustand der Anschlüsse erfasst. Die Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro werden mit rund 240.000 Euro vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML) gefördert.
Gewässerökologie und Naturräume fördern
Auch die Ökologisierung von Gewässern bleibt ein zentraler Fokus. Sechs Projekte in Niederösterreich, darunter die Renaturierung der Url in Amstetten, erhalten 1,66 Millionen Euro an Bundesförderungen. Insgesamt werden Investitionen von 2,8 Millionen Euro ausgelöst. Das Url-Projekt umfasst die Errichtung eines frei pendelnden Gewässerlaufes auf einer Länge von 700 Metern und wird mit 1 Million Euro vom BML gefördert.
Hochwasserschutz: Investition in Sicherheit
Für den Hochwasserschutz stehen in Niederösterreich 19,1 Millionen Euro an Bundesmitteln bereit, die 170 Projekte ermöglichen. Dazu zählen auch 58 Sofortmaßnahmen zur Behebung von Schäden durch aktuelle Hochwasserereignisse.
"Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit“, betonte Totschnig.
Im Zuge der Sitzung hat sich die Kommission Wasserwirtschaft neu konstituiert. Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) übernimmt erneut den Vorsitz.
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