Wolfgang Hattmannsdorfer
Rücktritt als Soziallandesrat – neuer Job in Wien
- Hattmannsdorfer und Stelzer bei der Pressekonferenz am Donnerstag.
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Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer wird neuer Generalsekretär der österreichischen Wirtschaftskammer. Wer ihm in Oberösterreich nachfolgt, dürfte innerhalb der OÖVP schon geklärt sein – am Freitagnachmittag soll es auch die Öffentlichkeit erfahren.
OBERÖSTERREICH, WIEN. Dass der bisherige Bundeswirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf (67) mit Jahresende in Pension geht, war bekannt. Auch, dass ein Oberösterreicher seine Funktion übernehmen sollte, war in Politkreisen ein offenes Geheimnis. Dass der 44-jährige Hattmannsdorfer die Funktion übernimmt und damit nach Wien wechselt, überrascht dennoch viele. Sein Amt als Landesrat für Soziales, Jugend und Integration hatte Hattmannsdorfer mit großem Engagement ausgeübt. Mit zahlreichen Innovationen und Pilotprojekten, etwa Pflegerinnen für Oberösterreich direkt auf den Philippinen anzuwerben, erwarb er sich über die Parteigrenzen hinaus Anerkennung.
Hattmannsdorfer: „Angebot, das man nicht am Radar hat“
Es sei „ein Angebot, das man nicht am Radar hat“ und eine Entscheidung, die er sich nicht leicht gemacht hat, so Hattmannsdorfer. Er habe immer schon in Wirtschaft und Management gewollt, sei aber „durch und durch ein politischer Kopf“, so Hattmannsdorfer, und deshalb sei der Posten als Wirtschaftskammer-Generalsekretär genau der richtige.
Stelzer: „Wichtiger Mitgestalter und Player“
Stelzer geht von einem fixen Listenplatz auf der ÖVP-Bundesliste und damit von einem Nationalratssitz für Hattmannsdorfer aus. Die OÖVP verliere zwar einen „wichtigen Mitgestalter und Player“, man sei aber immer „froh, Oberösterreicher an den Schaltstellen in Wien zu haben“. Wer die Nachfolge Hattmannsdorfers in OÖ antreten wird, dürfte innerhalb der Partei schon klar sein und soll am Freitagnachmittag bekannt gegeben werden. Der Wechsel wird dann aber erst mit Jahresende vollzogen.
- Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), derzeit noch Landesrat in Oberösterreich, soll Karlheinz Kopf als Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich folgen.
- Foto: BRS/Thomas Siegl
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Wer folgt auf Hattmannsdorfer?
Wer Hattmansdorfer nachfolgt, wurde in der eilig einberufenen OÖVP-Pressekonferenz mit Landeshauptmann Thomas Stelzer am Donnerstag noch nicht bekannt gegeben. Als eine Kandidatin wird die derzeitige Staatssekretärin Claudia Plakolm aus Walding gehandelt. Insofern ein Tipp, als fraglich scheint, ob sie nach der Neuwahl im Herbst auf Bundesebene noch eine Funktion ausüben wird. Plakolm ist gerade erst als Chefin der Jungen ÖVP (JVP) wiedergewählt worden.
Auch wenn die nächsten Landtagswahlen in Oberösterreich erst 2027 geschlagen werden: Ob die OÖVP ihren Erfolg von 2021 wiederholen und neben dem Landeshauptmann-Sessel wieder vier Regierungssitze besetzen kann, ist ebenfalls fraglich. In diesem Fall hätte möglicherweise Hattmansdorfer auf das Amt als Landesrat verzichten müssen – insofern wäre die Übernahme des WKO-Amtes ein strategisch vorausschauender Zug. Dass die Funktion als Generalsekretär der Wirtschaftskammer Endstation seiner Karriere ist, bezweifeln viele. Immer wieder wird der ehrgeizige und in seinem Ressort erfolgreiche Noch-Landesrat in Politkreisen als Nachfolger des zehn Jahre älteren Landeshauptmanns Stelzer oder als Ministerkandidat gehandelt.
IV OÖ: „Idealbesetzung“ für WKO-Generalsekretär
Im Namen der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) gratulieren Präsident Stefan Pierer und Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch dem designierten WKO-Generalsekretär Wolfgang Hattmannsdorfer: „Mit seinem ausgeprägten wirtschafts- und sozialpolitischen Know-how und seinem umfassenden Netzwerk ist er eine Idealbesetzung, um die großen Herausforderungen, die in den nächsten Jahren auf den Standort Österreich zukommen, gemeinsam erfolgreich bewältigen zu können“, heißt es von der IV OÖ in einer Presseaussendung. „Wir freuen uns auf den intensiven Austausch und die enge Zusammenarbeit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Österreich muss in den Standortrankings die Trendumkehr schaffen und viele Plätze gutmachen“, betonen Pierer und Haindl-Grutsch.
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