Großwarasdorf
Bürgermeister Martin Karall zieht Bilanz und gibt einen Ausblick auf 2026
- Für 2026 stehen unter anderem eine Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren sowie weitere Gemeindeprojekte auf der Agenda.
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Bürgermeister Martin Karall zieht im Gespräch mit MeinBezirk Bilanz über zentrale Projekte, gesellschaftliche Entwicklungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Gemeinde Großwarasdorf im Jahr 2025 und gibt einen Ausblick auf die Schwerpunkte für 2026.
GROßWARASDORF. Zu den wichtigsten umgesetzten Projekten des Jahres zählen die Fertigstellungen der beiden Fernwärmeanlagen in Großwarasdorf und Nebersdorf. Auch die Sanierung des Gehsteigs in der Römerstraße brachte eine spürbare Verbesserung der Infrastruktur. Einen besonderen Stellenwert hatte zudem die 800-Jahr-Feier von Nebersdorf, die laut Bürgermeister Karall vor allem einen hohen sozialen und gesellschaftlichen Wert für die Ortschaft hatte.
Darüber hinaus wurden der Urnenhain in Großwarasdorf erweitert und in Nebersdorf ein neuer Urnenhain errichtet. Laufende Investitionen in Kindergärten und Schulen, etwa durch die Ausstattung mit Klimaanlagen, unterstreichen den Fokus der Gemeinde auf das Wohlergehen der jüngsten Gemeindemitglieder.
- Die Fertigstellung der Fernwärmeanlagen in Großwarasdorf und Nebersdorf war ein wichtiger Meilenstein für die Infrastruktur.
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Finanzielle Herausforderungen
Als größte Herausforderung nennt der Bürgermeister die angespannte finanzielle Situation. Die Auswirkungen der Teuerung sowie hohe Abzüge bei den Ertragsanteilen durch das Land Burgenland hätten den finanziellen Spielraum der Gemeinde stark eingeschränkt. Reagiert wurde mit Einsparungen in mehreren Bereichen sowie mit moderaten Gebührenerhöhungen.
Auch für 2026 erwartet Karall ein wirtschaftlich schwieriges Jahr. Die Gemeinde will daher weiterhin sparsam wirtschaften, Effizienzpotenziale in Verwaltung und Abläufen prüfen und verstärkt auf Digitalisierung setzen. Zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft werden Betriebe unter anderem durch Zuschüsse zur Lehrlingsentschädigung gefördert, zudem sollen Gemeindeaufträge möglichst an regionale Unternehmen vergeben werden.
- Bürgermeister Martin Karall zieht Bilanz über zentrale Projekte und Herausforderungen des Jahres 2025 in Großwarasdorf.
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Kulturelle Akzente und Gedenkarbeit
Das Jahr 2025 war stark von kulturellen und erinnerungspolitischen Initiativen geprägt. Neben den Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen von Nebersdorf wurde dort ein Platz nach der Widerstandskämpferin Käthe Sasso benannt. Auch die 25-Jahr-Gedenkfeier zur erstmaligen Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln in Großwarasdorf sowie eine Veranstaltung zur jüdischen Gedenkkultur fanden großen Anklang. Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Mirko Berlakovich sowie die Enthüllung eines Gedenksteins am alten Friedhof in Großwarasdorf.
- Die 800-Jahr-Feier von Nebersdorf hatte laut Bürgermeister Karall einen hohen sozialen und gesellschaftlichen Stellenwert.
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Ausblick auf 2026
Für das kommende Jahr stehen mehrere Projekte auf der Agenda. Als zentrale soziale Initiative ist die Errichtung einer Tagesbetreuung für Seniorinnen und Senioren in Großwarasdorf geplant. Auch die Fertigstellung des Dorfmuseums beziehungsweise des Ignac-Horvath-Hauses in Kleinwarasdorf sowie die Sanierung und der Um- und Zubau des Sportplatzgebäudes sind vorgesehen. Darüber hinaus sollen Jubiläumsfeiern der Jugend Großwarasdorf und des Verschönerungsvereins Langental stattfinden. In Nebersdorf ist erneut die „Weiße Nacht“ geplant.
Trotz eingeschränkter finanzieller Mittel will die Gemeinde auch 2026 an der Initiative „Gesundes Dorf“ festhalten und den Ausbau des Glasfasernetzes weiter vorantreiben. Ziel sei es, so Bürgermeister Karall, die Lebensqualität für alle Generationen nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.
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