Leserbrief aus Lutzmannsburg
Corona: Eine Betroffene schildert ihren Krankheitsverlauf

Regina Stich spricht über ihre Corona-Erkrankung.
  • Regina Stich spricht über ihre Corona-Erkrankung.
  • Foto: BB-Archiv (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Barbara Diewald

Der folgende Leserbrief erreichte uns von Regina Stich aus Lutzmannsburg:

Habe die schwerste Zeit in meinem bisherigen Leben geschafft! Mein Mann und ich sind mit dem Thema Corona immer sehr diszipliniert und vorsichtig umgegangen, denn ich gehöre zur Risikogruppe. Immer trugen wir Mund-und Nasenschutz bzw. hielten Abstand. Auch Kontakte wurden eingeschränkt.

"Trotzdem hat uns Corona erwischt."

Wo können wir nicht 100% nachvollziehen. Als sich die ersten Symtome bei mir einstellten (Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten) dachte ich noch an eine Grippe und beruhigte meinen Mann. Er umsorgte und pflegte mich liebevoll in dieser Zeit. Als sich dann weitere Symtome zeigten wie Hustenanfälle mit Atemnot, Brustkorbschmerzen und Fieber glaubte ich nicht nur an die Grippe. Von der Angst getrieben rief ich unsere Hausärztin Frau Dr.Galuska an. Sie verwies mich sofort an die 1450. Dort angerufen sagte man mir, dass ich auf den Termin zum Test warten müsste, was ich auch tat. Nach dem Test wartete ich mit noch mehr Angst auf das Ergebnis. Die Angst sollte nicht umsonst gewesen sein. Ich wurde positiv getestet. Daraufhin wurde auch mein Mann getestet. Auch er war positiv. Bei ihm traten aber zum Glück diese starken Symtome nicht auf. Regelmäßig befragte er mich nach meinem Gesundheitszustand.

Hustenanfall und Atemnot

Ich riss mich ja in seiner Gegenwart zusammen, bis es nicht mehr ging. Seit einer Woche hatte ich kaum etwas gegessen. Ich konnte einfach nicht. Dann kam die Hölle: Ich war im Bad und wollte mir nur noch die Hände waschen. Plötzlich bekam ich einen dermaßen Hustenanfall und bekam keine Luft mehr. Mir wurde schwarz vor Augen und ich wusste nicht mehr,was ich tun sollte. Im Bad umfallen?NEIN! Also rannte ich mit letzter Kraft und nach Luft ringend ins Schlafzimmer. Dort legte ich mich aufs Bett und versuchte, ruhiger zu werden. Zum Glück stand neben meinem Bett meine Atemmaske, welche ich schon seit 17 Jahren benutze (Schlafapnoe). Ich setzte sie sofort auf und kam so etwas zur Ruhe. Nach einiger Zeit setzte ich die Maske ab und dachte, dass es jetzt etwas besser geht. Es war leider nicht der Fall. Ich merkte, dass die Atemnot immer schlimmer wurde. Sofort riefen wir die Rettung. Sie ließ auch nicht lange auf sich warten und brachten mich nach Oberpullendorf ins Krankenhaus auf Station 4. Dort angekommen wurde ich sofort umsorgt,bekam Sauerstoff... Es war der Wahnsinn, wie man sich dort um mich kümmerte.

"DANKE!"

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Schwestern, Pflegern und Ärzten entschuldigen, welche mit meinen schlechten Adern und Venen kämpfen mussten. Das gesamte Team leistete Großartiges. Man merkte mit welcher Leidenschaft und Hingabe alle bei der Arbeit waren. Stets hatten sie ein offenes Ohr für Fragen und Wünsche. Zwischenzeitlich merkte man auch den Stress des Personals. Trotzdem ließ sich niemand etwas anmerken. Alle waren höflich und zuvorkommend. Es kam sogar zu kleinen privaten Gesprächen mit den Schwestern bzw. mit den Pflegern. Das tat sehr gut!!! Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle meinen herzlichen Dank an die Schwestern, die Pfleger, die Ärzte,die Reinigungskräfte, die Rettung und natürlich an das Küchenpersonal für Ihre tolle Arbeit aussprechen.

Mein weiterer Dank gilt natürlich meinem Mann. Immer um mein Wohl bemüht und von Ängsten getrieben, holte er das Letzte aus sich heraus, obwohl es ihm auch nicht immer gut dabei ging. Ein Dankeschön auch an unsere Freunde bzw.Nachbarn, welche uns in der Not ihre Hilfe angeboten haben.

Zum Schluss möchte ich mich bei unserer Hausärztin Frau Dr.Galuska und ihrem Team bedanken. Immer wenn ich in der Ordination anrief, hatte man ein offenes Ohr für mich und man gab mir gute Ratschläge. Außerdem versorgten sie mich ausreichend mit Medikamenten.

Diesen Artikel habe ich aus 2 Gründen geschrieben:

  1. Ich hätte gern gewusst, wie der Krankheitsverlauf bei den Anderen (welche auch Symtome spürten) war. Aus dem Fernsehen hört und sieht man ja nur das Schlimmste. Deshalb hatte ich solche Angst, ins Krankenhaus zugehen.
  2. Noch wichtiger war mir aber der Dank an all Diejenigen, die unermüdlich für die Hilfen der Anderen da sind. Ein dickes Kompliment!!! Machen Sie weiter so!!!

Mit freundlichen Grüßen
Regina Stich
7361 Lutzmannsburg

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