DOSSIER-Recherche: Drei Asylquartiere im Bezirk Oberwart wurden unter der Lupe genommen

Die Unterkunft in Rotenturm werde, so die Bewohner, gerade renoviert, darum seien auch die meisten Zimmer versperrt. Zurzeit sind dort geschätzt drei Asylsuchende untergebracht. Als Mängel stellte DOSSIER unter anderem einen heruntergekommenen Stiegenaufgang, lose Leitungen und kaputte Lüftung im Bad fest. "Zwei Wohnungen sind komplett renoviert, ein Großteil der anderen Räume auch", so der Betreiber gegenüber DOSSIER. Sobald die burgenländische Landesregierung die Räume inspiziert habe, wolle er weitere Asylsuchende im Mehrfamilienhaus unterbringen.

In Redlschlag sind die Duschen stark schimmlig

In der Unterkunft in Redlschlag wohnen derzeit 18 Asylsuchende aus Syren, dem Irak, Afghanistan, Kuwait und Ägypten. Die alleinstehenden Männer sind in gut eingerichteten Zweibettzimmern untergebracht. Sie bekommen zwei Mahlzeiten, das Frühstück können sie sich aus zur Verfügung gestellten Lebensmitteln selbst zubereiten. "Die Lebensmittel sind oft abgelaufen", so ein Asylwerber gegenüber DOSSIER. Ein weiterer Missstand, der aufgezeigt wurde: eine stark verschmutzte und von Schimmel befallene Gemeinschaftsdusche.
"Die Badewanne wurde zweckentfremdet. Natürlich ist sie nach ein paar Wochen nicht mehr in Ordnung, wenn darin Fußballschuhe und Teppiche gewaschen werden", so der Betreiber in einer Stellungnahme. Er wolle das Gemeinschaftsbad renovieren und umbauen, eine Duschkabine soll installiert werden. "Abgelaufene Lebensmittel gebe es bei ihm nicht", so der Betreiber gegenüber DOSSIER.

In Aschau sind leichte Verbesserungen zu beobachten

In Aschau sind 27 Asylsuchende untergebracht aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Diese sind in komplett eingerichteten Zimmern untergebracht, die Unterkunft ist aber in desolatem Zustand. Zwar wurden laut DOSSIER Renovierungsarbeiten durchgeführt, es gibt aber nach wie vor Schimmel in den Sanitäranlagen, kaputte Duschkabinen und eine schlecht eingerichtete Küche.
Auch eine Balkontür mit eingeschlagenen Scheiben bemängelt DOSSIER im Onlinebericht. Trotzdem schnitt die Unterkunft gegenüber dem Vorjahr (9 Punkte) mit 16,5 Punkte etwas besser ab. "Es müsste nicht nur die Balkontüre ausgetauscht werden, sondern das gesamte System. Das kostet 4.000 Euro. Soviel Geld ist dafür nicht da. Das Land weiß Bescheid", so die Betreiberin.

Detaillierte Ergebnisse zu allen Asylquartieren finden sie auf der Homepage von DOSSIER.

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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