Walter und Irmi Laschober aus Oberwart marschieren von Italien nach Norwegen

Ende Mai brachen Walter und Irmi Laschober auf, um das Grüne Band von Italien nach Norwegen zu erobern.
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  • Foto: Walter Laschober
  • hochgeladen von Karin Vorauer

OBERWART. Anfang 2016 begannen Walter und Irmi Laschober aus Oberwart mit der konkreten Planung ihrer "Mamutwanderung". Sie starteten noch im selben Jahr mit einer Übungsstrecke von Oberwart nach Salzburg.
Die Erfahrungen aus dieser längeren Wanderung konnten dann in die weitere Planung der Green Belt-Tour von Triest (Italien) nach Kirkenes (Norwegen) einfließen. Es gilt immerhin eine Strecke von rund 6.500 Kilometern zurückzulegen. "Bei der Planung wurde uns klar, dass aus Umweltschutzgründen für die Tour nur der Fußmarsch und das Fahrrad (kein E-Bike) in Frage kommen würden", schreibt Walter Laschober in seinem Wanderblog.

Von Italien nach Norwegen

Die Oberwarter wollen unbedingt die gesamte Strecke Triest-Kirkenes bewältigen. "Von Triest (Muggia) aus über die Berge des Triglav und der Karawanken bis zum Murtal wollen wir zu Fuß marschieren. Ab dem Murtal (Spielfeld) haben wir geplant, entlang des Grünen Bandes mit dem Fahrrad zu fahren. Wir wollen ohne Druck die verschiedenen Regionen mitsamt ihrer Landschaft, Natur und Kultur genießen."
Insgesamt haben sich Walter und Irmi Laschober 100 Tage Zeit genommen und sie lassen es einfach darauf ankommen, wie weit sie bis dahin kommen. Sie starteten am 24. Mai 2018 mit dem Flixbus nach Triest, von wo aus ihre Wanderung begann.

Naturverbunden

Irmgard (Irmi) und Walter, beide Jahrgang 1957, erfüllen sich mit diesem Projekt einen lang gehegten Traum. Irmi Laschober arbeitet seit Jahrzehnten als freiberufliche Physiotherapeutin und versucht derzeit den Übergang in den Ruhestand zu finden. Ihr Mann Walter beschäftigt sich als freiberuflicher Projektbetreuer im Naturtourismus. Das größte Projekt, das er bisher wesentlich mitgestalten durfte, ist das Weitwandersystem „alpannonia“ – grenzenlos weit wandern.

Eine Idee war geboren

Fasziniert verfolgte Walter Laschober die Entwicklung des Grünen Bandes ab dem ersten Treffen von engagierten Naturschützern an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze: "Ich fand es als wunderbare Idee, den ehemaligen unüberwindbaren Eisernen Vorhang als verbindendes Band für Naturschutzgebiete zu verwenden." Auch im näheren Umkreis von Oberwart entstanden in weiterer Folge der grenzüberschreitende Nationalpark Neusiedlersee – Fertö und weitere grenzüberschreitende Naturparke. "In einigen dieser Naturparke durfte ich persönlich an der Entwicklung von Projekten mitwirken. Im Lauf der Jahre entstand bei mir der Wunsch, das gesamte Grüne Band kennenzulernen."

Hintergrund des Wanderprojektes

Aufgewachsen im Grenzgebiet Südburgenland hatte die stark befestigte Grenze im Osten unseres Landes immer etwas bedrohliches für mich. (Walter)

Da von den verminten Grenzbefestigungen bei Hochwasser immer wieder Personenminen auf österreichisches Staatsgebiet geschwemmt wurden, gab es bei Walter Laschober in der Volksschule auch Unterricht über Aussehen und Gefährlichkeit von diesem Kriegsmaterial. "Um so befreiender empfand ich dann den Fall des Eisernen Vorhangs. Die Grenzöffnung zu Ungarn und der Fall der Berliner Mauer zählen zu den emotionalsten Momenten im meinem Leben", sagt Walter Laschober.

Grenzen im Kopf überwinden

Es dauerte allerdings Jahre, bis ich auch die noch vorhandene Grenze in meinem Kopf überwinden konnte. (Walter)

Bei den Grenzübertritten empfand er immer wieder großes Unbehagen. Dies sollte sich erst ändern, als er ab 2004 am grenzüberschreitenden Wanderwegprojekt „alpannonia“ mitarbeiten durfte. "Durch die enge Zusammenarbeit mit ungarischen Kollegen und Behördenvertretern entspannte sich mein Empfinden gegenüber dem ehemaligen Ostblock wesentlich. Inzwischen sind für mich über die Grenze hinweg herzliche und dauerhafte Freundschaften entstanden", schreibt Walter Laschober in seinem Blog.

>>Hier gehts zum Wanderblog

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