Haus der Volksgruppen
Schlüsselübergabe für Probebetrieb des multifunktionalen Gebäudes
- Die Schlüsselübergabe fand im Beisein von Landesrat Dorner sowie Vertreterinnen und Vertretern aller Volksgruppen statt.
- Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth
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Die Schlüsselübergabe im Haus der Volksgruppen in Oberwart ist der Start für den Probebetrieb. Die offizielle Eröffnung des neuen Volksgruppenhauses wird im Herbst - am 26. September am Tag der Sprachen - erfolgen.
OBERWART. Mit der Schlüsselübergabe an die Nutzerorganisationen startet das Haus der Volksgruppen in seinen Probebetrieb. Das Projekt wurde von der Landesimmobilien Burgenland (LIB) umgesetzt, das ehemalige Städtische Internat in Oberwart wurde dabei umfassend saniert und ausgebaut. Damit ist das von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil initiierte „Jahrhundertprojekt" auch ein zentrales Infrastrukturvorhaben des Landes Burgenland.
Bei der Schlüsselübergabe an die Nutzerinnen und Nutzer betonte Landesrat Heinrich Dorner die Bedeutung des Hauses: „Mit diesem Bau beginnt ein neues Kapitel für die Volksgruppen im Burgenland. Erstmals arbeiten ihre Institutionen unter einem gemeinsamen Dach zusammen, sie machen die Vielfalt unseres Landes damit noch weiter sichtbar. Das Haus schafft dafür die notwendige Basis – als Ort für Zusammenarbeit, Austausch und gelebte Vielfalt.“
- Das Haus der Volksgruppen wird im September 2026 feierlich eröffnet.
- Foto: MeinBezirk/Michael Strini
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Startschuss im Jubiläumsjahr
Bereits in der Entstehungsphase des Projekts im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des Burgenlandes 2021 unterstrich Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Bedeutung dieses Vorhabens: „Die kulturelle und sprachliche Vielfalt unseres Landes ist ein zentraler Bestandteil unserer Identität. Mit dem Haus der Volksgruppen schaffen wir ein dauerhaftes Fundament, um dieses Miteinander zu sichern und weiterzuentwickeln.“ Die feierliche Eröffnung soll am 26. September, dem Tag der Sprachen, im Herbst erfolgen.
Im Haus der Volksgruppen sind künftig der Kroatische Kulturverein (HKD) im Burgenland, der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein (BUKV), das Roma-Service, die Roma Volkshochschule Burgenland, die Volkshochschule der Burgenländischen Ungarn sowie das mehrsprachige Offene Radio MORA untergebracht. Auf rund 6.000 Quadratmetern ist ein moderner Standort entstanden, der unterschiedliche Nutzungen vereint. Rund ein Drittel der Fläche steht den Volksgruppenorganisationen zur Verfügung, ergänzt durch Seminar- und Gemeinschaftsräume, eine Bibliothek, einen Schnitt- und Proberaum sowie einen Veranstaltungssaal.
- Bei der symbolischen Schlüsselübergabe hob Landesrat Dorner die Bedeutung des Projekts für die Bevölkerung hervor und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.
- Foto: Landesmedienservice/Müllner-Frühwirth
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Multifunktionale Nutzung
Neben dem Volksgruppenbereich wird der Standort auch als multifunktionaler Cluster betrieben. Die Gästehäuser und Küchen Burgenland GmbH (GHKB) betreibt einen Beherbergungsbereich mit 28 Zimmern sowie einen Küchenbetrieb. Ergänzt wird das Angebot durch 20 Starterwohnungen, wodurch eine durchgehende Nutzung des Standorts gewährleistet ist.
Vertreterinnen und Vertreter aller Volksgruppen waren bei der Schlüsselübergabe durch Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner ebenso anwesend wie Claudia Priber (Geschäftsführerin Kultur-Betriebe Burgenland (KBB), Jutta Benedek (Geschäftsführerin LIB) sowie Oliver Snurer (Geschäftsführer Gästehäuser und Küchen Burgenland).
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