Kampf um die Europameisterschaft

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SÜDBURGENLAND (ms). In der Karwoche war Österreichs Frauen- und Mädchenfußball am internationalen Prüfstein, denn das A-Nationalteam absolvierte zwei wichtige EM-Qualifikationsspiele und das U19-Nationalteam kämpfte in der Elite-Runde um die Teilnahme an der U19-EM.
Das Burgenland war dabei gut vertreten, denn mit Heike Manhart, Spielerin beim FC Südburgenland, im A-Team, und Jennifer Pöltl aus Steinberg (U19) spielten zwei Kicker-innen mit Burgenlandbezug im Kader. Zudem ist der Oberschützer Marc Kerschbaumer Co-Trainer der U19-Mädels.
„Jenny ist für unseren Spielaufbau unglaublich wichtig und vielseitig einsetzbar. Ihre technischen Qualitäten und ihr Einsatz sind gefragt“, meint Kerschbaumer zur Mittelburgenländerin.

Kein Glück in England
Für Kerschbaumer, der als Stürmer für den SV Oberwart auf Torjagd geht, und seine Schützlinge hatte Fortuna keine Geschenke über. Zunächst gab es eine unglückliche 0:2-Niederlage gegen Wales. „Wir spielten auf Augenhöhe und hatten auch gute Chancen, doch nach dem Doppelschlag nach etwa einer halben Stunde konnten wir der Partie keine Wende mehr geben“, analysiert Kerschbaumer. Besser lief es beim 2:0 gegen die Finninen. "Auch das Spiel gegen die Finninnen war eines auf Augenhöhe, doch im Gegensatz zum Match gegen Wales haben wir uns mehr getraut und auch in den entscheidenden Momenten Tore erzielt. Während gegen Wales kaum eine Spielerin in Normalform spielte, hat das gegen Finnland geklappt", so Kerschbaumer. Die Treffer für Österreich erzielten Zadrazil (44.) und Aschauer (55.).
Im direkten Duell um den Aufstieg gab es gegen Gruppenfavoriten England eine knappe 0:1-Niederlage. Trotz guter Leistung und einigen guten Möglichkeiten blieb England erfolgreich. Der Treffer von Carter fiel aus einem unhaltbaren Schluss. "Wir haben uns hier tadellos verkauft und gezeigt, dass wir auch mit den größeren Ländern mithalten können. Von der Moral meines Teams war ich besonders angetan. Sich nach dem bitteren Gegentreffer wieder so ins Spiel zurück zu kämpfen, zeugt von einem tollen Charakter", resümiert Teamchefin Irene Fuhrmann trotz des Ausscheidens durchaus positiv.
Österreich belegte hinter Gruppensieger England punktegleich mit Wales und Finnland Platz 3.

Zwei Siege fürs A-Team
Besser lief es für Heike Manhart und das A-Team. Zunächst konnte sich die Steirerin im Dienste des FC Südburgenland mit ihrer Mannschaft über einen 4:2-Auswärtssieg in Armenien freuen, nach dem Gastgeberinnen nach einem Blitzstart bereits mit 2:0 nach 10 Minuten führten. Doch Österreich drehte die Partie binnen weniger Minuten um. Zunächst gelang Nina Burger der Anschlusstreffer (21.), ehe sechs Minuten später Cornelia Haas den Ausgleich erzielte. In der 35. Minute traf erneut Burger und es stand 3:2 für Rot-Weiß-Rot. Eine höhere Pausenführung verhinderte Armenien-Keeperin Karapetyan, die in Minute 41 einen Burger-Elfer parierte.
Nach Seitenwechsel erhöhte die Neulengbacherin mit Treffer Nummer 3 aber auf 4:2 und somit konnte die Thalhammer-Elf beim 100. Frauenländerspiel des ÖFB über einen Sieg jubeln.
Nach dem 4:2-Auswärtserfolg in Armenien, stand am Gründonnerstag das Heimspiel gegen Portugal in Wr. Neustadt am Programm. Vor 2.315 Zuschauern lieferte das Nationalteam bei strömenden Regen eine starke Leistung ab. Bereits vor der Pause fanden die Österreicherinnen einige Chancen vor, wobei nach einem Lattenpendler Wenninger im Gestocher den Ball nicht im portugiesischen Tor unterbrachte (41.). Auch nach der Pause gab es einige Möglichkeiten, doch erst kurz vor Schluss fiel der erlösende Treffer. Ausgerechnet Geburtstagskind Laura Feiersinger, die ihre starke Leistung mit dem Goldtor krönte, bezwang Torfrau Simoes in der 85. Minute. Mit diesem Heimsieg steht Österreich derzeit auf Platz 2 in der Gruppe 7. Dieser würde für die Playoff-Spiele reichen. Noch warten aber noch zwei sehr schwere Partien (Tschechien auswärts und Dänemark daheim) auf die Thalhammer-Elf. Heike Manhart spielte in beiden Spielen durch.
"Das war heute Werbung für den Frauenfussball. Mein Team hat den Fans ein fantastisches Spiel geboten. Sie haben taktisch diszipliniert gespielt und bis zum Ende alles gegeben. Ich bin wirklich stolz auf meine Mädels. Noch dazu haben uns die vielen Menschen auf der Tribüne heute hervorragend unterstützt", war Thalhammer voll des Lobes.

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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