Bezirk Oberwart: Seelsorgeraum "Via Pax" vereint fünf Pfarren

Pfarrer Sebatian Edakarottu vertritt das Motto "Miteinander - zueinander - füreinander". Dieses findet sich auf eigens gestalteten Kaffeetassen wieder.
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  • Pfarrer Sebatian Edakarottu vertritt das Motto "Miteinander - zueinander - füreinander". Dieses findet sich auf eigens gestalteten Kaffeetassen wieder.
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GROSSPETERSDORF (ms). Mit fünf Pfarren und 20 Gemeinden hat Pfarrer Sebastian Edakarottu viel zu tun. In seinem Seelsorgeraum, der die Pfarren Großpetersdorf, Stadtschlaining, Oberkohlstätten, Jabing und Neumarkt i. T. vereint, ging der gebürtige Inder einen neuen Weg. "Mein Seelsorgeraum ist eine Gemeinschaft der Gemeinschaften. Ich will Identitäten bewahren und stärken, sowie auf dieser Basis die Gemeinschaft aufbauen. Anfänglich gab es schon Skepsis, aber das hat sich gelegt", berichtet der Seelsorger.
"Mir sind kleine Einheiten wichtig und der Kontakt mit den Menschen, dort, wo sie leben. Als Kirche bei den Menschen zu sein, ist mir ein großes Anliegen. Ich sehe die Seelsorge als Schwerpunkt und darum war mir stets wichtig, die Strukturen möglichst zu vereinfachen. Die Kirche kümmert sich oft um zu viel und vergisst dabei auf das Wesentliche nämlich die Sorge um die Seele", berichtet Pfarrer Sebastian.

Sieben Jahre Großpetersdorf

Der gebürtige Inder, der bis heute sehr mit seine Heimat verbunden ist und auch jedes Jahr einen Heimaturlaub mit Freunden aus Großpetersdorf einschiebt, war zuvor Pfarrer in Mischendorf, Kirchfidisch und Hannersdorf. Seit 2011 ist er in Großpetersdorf tätig, den Seelsorgeverband betreut er seit 2014.
"Das System kenne ich aus Indien. Ich bin überzeugt, dass das Konzept funktioniert, wenn man es entsprechend neu und innovativ umsetzt. Von den Leuten bin ich hier sehr gut aufgenommen worden und ich bin dankbar, ein so gutes Team zu haben", betont er.

Kleine Gemeinschaften

Für Pfarrer Sebastian ist ein wichtiger Punkt, viele kleine Gemeinschaften zu schaffen und so präsenter bei den Menschen zu sein: "Ich unterteile den gesamten Seelsorgeraum in Rayons. Ein Wohnviertel bildet eine Gemeinschaft und im Seelsorgeraum sind es bislang rund 35. Maiandachten, Kreuzwege usw. finden dann in diesen Rayons, also direkt bei den Menschen statt, die das auch aktiv mitgestalten. Die Hausbesuche bei den Pfarrkindern sind mir ebenso wichtig, um sie in ihrem Umfeld kennenzulernen."
Dem Seelsorger sind drei Ziele wesentlich: "Freundschaften vertiefen, Vorstellen, bei denen, die mich nicht kennen und jenen die Hand zu reichen, die der Kirche fern bleiben. Ich will einfach zeigen, ich bin da! Ich habe schon viele Häuser in den rund vier Jahren besucht und bin überzeugt, die Mühe hat sich gelohnt!"

Pfarrer ist Brückenbauer

Sebastian sieht sich "nicht als Chef, sondern als Koordinator und Brückenbauer", denn "nur gemeinsam schaffen wir etwas, nicht ich allein." Deshalb gibt es in Großpetersdorf mehrere Ausschüsse, die gut zusammenarbeiten. "Wir suchen neue Wege, die Menschen zu erreichen und arbeiten gut mit den übrigen Vereinen zusammen. Das ist ebenso wichtig!", betont er.
Für ein gutes Netzwerk und Auftreten nach außen spielt für ihn eine gute und aktuelle Homepage einen Rolle. "Sie hat über 200 Besucher jeden Tag und somit eine wichtige Plattform. Im Seelsorgeraum gibt es viele Angebote und wer will, nimmt diese auch an. Ich setze mehrere Aktivitäten wie Wanderungen oder Ausflüge und so lernen sich die verschiedenen Gemeinschaften untereinander auch über die Gemeindegrenzen hinweg kennen. Dabei erfahren sich auch Neues über die Gegend in der sie wohnen. Es sind viele kleine Dinge, die es zu pflegen gilt, um in kleinen Schritten gemeinsam zu wachsen", meint der Pfarrer. Dazu zählt er auch die Aktivitäten wie die Männerbergwanderung (Großpetersdorf), die Haussammlung in der Fastenzeit (Jabing) oder die "Glockenbar" (Neumarkt).

Friedensweg und Jugend

"Wir sind auf einem Weg und suchen neue Wege, um die Menschen zu erreichen, damit entsprechend unserem Logo ein gutes "Miteinander - zueinander - füreinander" entsteht. Die Schönheit der Natur in meinem Seelsorgeraum und die Friedensburg Schlaining als besonderes Symbol haben uns bei der Namensfindung unterstützt. So nennen wir unseren Seelsorgeraum "Via Pax" (Friedensweg). Unser Patron ist der Hl. Franziskus", schildert Edakarottu zusammen.
Ein großes Anliegen sind ihm die Jugend und Familien: "Es ist schon eine große Sorge, wie ich die Jugend erreichen kann. Sie ist mir ein Herzensanliegen, aber auch schwierig. Die Kinder sind noch viel einfacher zu erreichen - auch mit speziellen pastoralen Veranstaltungen. Gerade in der jungen Generation sehe ich noch viel Potenzial!"

Dekanat Pinkafeld


Seelsorgeräume:
SSR Bad Tatzmannsdorf-Bernstein-Mariasdorf (Pfr. Dietmar Stipsits)
Pfarren: Grafenschachen, Kemeten, Kitzladen, Oberdorf, Oberwart (Pfr. Erich Seifner), Pinkafeld (Pfr. Peter Okeke), Rotenturm, Unterwart, Wolfau

Dekanat Rechnitz

Seelsorgeräume: SSR Großpetersdorf-Jabing-Neumarkt i. T.-Oberkohlstätten-Stadtschlaining (Pfr. Sebastian Edakarottu)
Pfarren: Dürnbach (Pfr. Branko Kornfeind), PVB Hannersdorf-Kirchfidisch-Mischendorf (Pfr. Dominic Kadankavil), Markt Neuhodis, Rechnitz (Pater Raphael Leitner), Schachendorf (Pfr. Branko Kornfeind), Schandorf (Pfr. Branko Kornfeind), Weiden b. Rechnitz

Dekanat Güssing

Pfarren: PVB Deutsch Schützen-St. Kathrein (Pfr. Josef Kroiss), Litzelsdorf

SSR = Seelsorgeraum (lt. Diözese Eisenstadt), PVB = Pfarrverband

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