Kritik an Parkplänen
Bezirkschefin Schüchner verteidigt Umbau für 1,7 Millionen Euro
- 2024 führte die Gebietsbetreuung Stadterneuerung im Auftrag der Bezirksvorstehung eine Sozialraumanalyse und 2025 einen umfassenden Beteiligungsprozesses durch.
- Foto: GB*/Daniel Dutkwoski
- hochgeladen von Patricia Hillinger
Nach der Kritik von ÖVP, FPÖ und Neos an der geplanten Neugestaltung des H.-C.-Artmann-Parks meldet sich nun Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ) zu Wort. Sie verweist auf einen bereits länger laufenden Beteiligungsprozess.
WIEN/PENZING. MeinBezirk hat bereits über das von ÖVP-Klubobmann Andreas Eisenbock initiierte fraktionsübergreifende Begehren einer Bürgerversammlung in Bezug auf die geplante Neugestaltung des H.-C.-Artmann-Parks berichtet. Auch die FPÖ und Neos fordern mehr Transparenz und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Frage der Bürgerbeteiligung, die geplanten Maßnahmen und die Kosten von rund 1,7 Millionen Euro. Bezirkschefin Michaela Schüchner (SPÖ) nimmt zum Begehren Stellung und betont, dass die Neugestaltung bereits Ende 2023 politisch beschlossen worden sei. Damals stimmten SPÖ, ÖVP, Grüne, NEOS und Links für eine Umgestaltung des H.-C.-Artmann-Parks samt angrenzender Flächen und Bürgerbeteiligung.
446 Menschen beteiligten sich
In den Jahren danach folgten laut Bezirksvorsteherin mehrere Schritte. 2024 führte die Gebietsbetreuung Stadterneuerung eine Sozialraumanalyse durch, 2025 folgte ein umfangreicher Beteiligungsprozess. Bei Expertinnen- und Experten-Workshops sowie fünf Terminen direkt im Park konnten Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wünsche und Ideen einbringen. Zusätzlich wurden 8.350 Haushalte per Postwurfsendung informiert. Auch einen Online-Briefkasten gab es.
- Bei "Expert*innen-Workshops", fünf Terminen im Park wurden zahlreiche Anregungen aus der Bevölkerung gesammelt.
- Foto: GB*/Daniel Dutkwoski
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Insgesamt nahmen laut Schüchner 446 Personen an der Beteiligung teil. Besonders häufig genannt wurden demnach mehr Sitzgelegenheiten, zusätzliche Spiel- und Bewegungsangebote sowie Wasserspiele. Auch die Planung selbst sei mehrfach öffentlich präsentiert worden. Sowohl der Vorentwurf als auch der detaillierte Plan wurden jeweils bei zwei Terminen im Park vorgestellt und dort angebracht.
Mehr Grün, neue Spielbereiche
Der aktuelle Entwurf sieht eine Entsiegelung von rund 366 Quadratmetern vor. Dazu kommen neue Grünflächen und eine Erweiterung des Spielplatzes. Die Kosten werden mit etwa 1,7 Millionen Euro angegeben.
Damit reagiert Schüchner auch auf die Kritik der Oppositionsparteien, die zuletzt unter anderem mehr Transparenz und eine Bürgerversammlung gefordert hatten. Die Bezirksvorsteherin verweist darauf, dass die Bürgerbeteiligung aus ihrer Sicht bereits über mehrere Jahre und auf unterschiedlichen Wegen stattgefunden habe.
Offen bleibt allerdings, wann die Bagger tatsächlich anrücken. Laut Schüchner ist der geplante Umbau im Jahr 2027 vom Budgetbeschluss im Dezember 2026 abhängig. Derzeit laufen dazu Gespräche mit allen Parteien im Bezirk.
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