Der Traumberuf: Stadtpolizist

Feier der Dienstprüfung in der Landespolizeidirektion Salzburg: Bürgermeister Peter Padourek mit Anton Scheibner, Gerald Ebner, Marco Mayer, Thomas Ausserhofer und Gerald Gruber.
  • Feier der Dienstprüfung in der Landespolizeidirektion Salzburg: Bürgermeister Peter Padourek mit Anton Scheibner, Gerald Ebner, Marco Mayer, Thomas Ausserhofer und Gerald Gruber.
  • Foto: Gemeinde
  • hochgeladen von Gudrun Dürnberger

ZELL AM SEE. Nach zwei Jahren theoretischer Ausbildung an der Polizeischule Salzburg absolvieren die zukünftigen Stadtpolizisten derzeit ein viermonatiges Praktikum in der Polizeiinspektion Zell am See. Mit Abschluss der Grundausbildung werden sie ab 1. Dezember ihre neuen Büroräumlichkeiten in der Steinergasse beziehen.
Abgesehen von der Aufnahmeprüfung für die Polizeischule mussten sich die fünf Kandidaten einem spezifischen Hearing stellen, das genau auf die Herausforderungen für die Stadtpolizei zugeschnitten war.

Schwierige Aufgabe

Auch Bezirkspolizeikommandant Kurt Möschl nahm an dem einstündigen Gespräch teil und war beeindruckt vom Auftreten der Kandidaten. "Ich hab' gleich gesagt, die würde ich sofort nehmen." Er ist überzeugt davon, dass sie "ihre Sache gut machen werden," fügt jedoch hinzu: "Es ist uns bewusst, dass der Dienst für die Stadtpolizisten aufgrund der Erwartungshaltung der Bevölkerung und der Geschäftsleute keine leichte Aufgabe wird." Mit erfahrenen Beamten an ihrer Seite versehen die angehenden Polizisten ihren Dienst in Zell am See. Sie dürfen bereits Amtshandlungen durchführen, aber keine Strafmandate ausstellen. "Wir werden hier sehr gut eingeschult und lernen die Brennpunkte in Zell am See kennen", schildert Gerald Ebner aus St. Johann. "Die Zusammenarbeit funktioniert ausgezeichnet", ergänzt Kollege Gerald Gruber aus Dorfgastein.

Präsenz zeigen

Durch die Verstärkung der Stadtpolizisten werden es Falschparker und Schnellfahrer in Zell am See in Zukunft schwerer haben, ungestraft davon zu kommen. Und Anton Unterluggauer, Leiter der Verwaltung im Stadtamt betont: "Alle werden gleich behandelt. Es hat daher keinen Sinn, beim Bürgermeister zu intervenieren", zerschlägt er mögliche Hoffnungen der Verkehrssünder. Ebenso wie die Bundespolizei können auch die Stadtpolizisten die Einhaltung des Antiverhüllungsgesetzes kontrollieren - ein heikles Thema in der bei arabischen Touristen so beliebten Bergstadt.

Sie seien geschult worden, verhüllte Frauen auf das Gesetz aufmerksam zu machen, versichern die neuen Polizisten. Das wurde in der Praxis bereits angewandt. Sie hätten den Touristinnen einen Flyer mit der entsprechenden Information gegeben, diese hätten die Verhüllung in der Regel auch anstandslos entfernt. Als Gemeindeorgane sind sie unter anderem auch für die Einhaltung der Leinenpflicht sowie des Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen zuständig. "In erster Linie sollen die Polizisten Präsenz zeigen und auf der Straße unterwegs sein", erklärt Unterluggauer. Das wird vielfach begrüßt, aber es werde immer Stimmen geben, die nach mehr oder auch nach weniger Polizeipräsenz verlangen, so Möschl.

Übrigens: Für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung muss das Praktikum am Ende durch den Bezirkspolizeikommandanten positiv beurteilt werden, die Kandidaten machen sich jedoch keine Sorgen, dass sie das schaffen werden. 

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