Mountainbike: Bike Infection in Kaprun 2013

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Die 8. Auflage der Bike Infection 2013 in Kaprun war ein voller Erfolg. Der deutsche Mountainbike-Profi und Gesamtweltcup-Zweite Simon Gegenheimer gewinnt den XC-Battle vor dem österreichischen Weltcup-Leader Daniel Federspiel. Bei den Damen triumphiert Lena Putz aus Passau. Hans Peter Obwaller und Patrizia Wacker haben die schnellsten Beine beim Kitzsteinhorn SnowClimb. Die Biathlon-Asse Tobias und Julian Eberhard führen in der Teamwertung ihre Mannschaft auf Rang 2, der Sieg geht an das Team „bigtime Racing Maishofen“.

Bester XC-Battle Ever: Siege für Gegenheimer & Putz

Mit den drei weltbesten Mountainbikern am Start – Daniel Federspiel (Österreich), Simon Gegenheimer (Deutschland) und Miha Halzer (Slowenien) – fiel Freitagabend der Startschuss zur Bike Infection 2013. Wie jedes Jahr begeisterte der 710 Meter lange, selektive Rundkurs am Baum Bar Parkplatz in Kaprun - inklusive Jumps, Steilwandkurven, Stiegen und Hügel – die MTB-Cracks. „Es ist das beste Rennen in Österreich. Kaprun hat Weltklasseniveau und ist absolut Weltcupwürdig“, weiß der siebenfache Teilnehmer Daniel Federspiel. Der Tiroler, der den XC-Battle bereits drei Mal gewonnen hat und derzeit in Pole Position in der Mountainbike Weltcupwertung liegt, zählte zu den Top-Favoriten. Der amtierende Europameister kam ohne Problem in das Finale, wo er gemeinsam mit dem Weltcup-Zweiten Simon Gegenheimer, dem italienischen Meister Elia Silvestri und dem Deutschen Georg Egger um den Sieg und 1.800 Euro Preisgeld fuhr.

Traumsaison für Federspiel

Nach gutem Start führte Federspiel das Quartett an, battelte sich in den Kurven mit dem unerfahrenen Italiener Elia Silvestri, der dem Österreicher dreimal brutal den Weg abschnitt. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Elia hat sich in diesem Finale sehr unfair verhalten“, ärgert sich Österreichs bester Mountainbiker. Der Deutsche Simon Gegenheimer nutzte den Zwist und setzte sich an die Spitze. Federspiel belegte Rang 2, der Italiener Platz 3. Für Gegenheimer war es erst das zweite Antreten in Kaprun: „Ich wollte nach Rang 2 im letzten Jahr unbedingt gewinnen. Ich sehe das Rennen als gute Vorbereitung für die WM in Südafrika in zwei Wochen“. Den Kurs lobte er: „Besser geht es fast nicht. Die Strecke war abwechslungsreich und vollgespickt mit selektiven Elementen. Für jeden Fahrer waren Leckerbissen dabei.“ Bei der Siegerehrung am Dorfplatz von Kaprun konnte der Zweitplatzierte, der 26-jährige Daniel Federspiel, wieder lächeln: „Ich bin super in Form, fühle mich extrem fit und kann mir fahrtechnisch nichts vorwerfen. Die Heats waren sensationell und ich habe mich mit starken Leistungen ins Finale gekämpft.“ Wie Gegenheimer sieht er den XC-Battle als ideale Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Pietermaritzburg (Südafrika) von 26. August bis 1. September. „Ich fahre gerade die Saison meines Lebens. Ich bin Europameister, führe im Weltcup und traue mir auch in Südafrika eine Medaille zu“, erzählt der Kaprun-Fan selbstbewusst. Trainiert wird Federspiel vom letztjährigen XC-Battle-Sieger und U23-Weltmeister: Thomas Litscher aus der Schweiz.

Pech für Local Hero Sebastian Lachmayr

Der Kapruner verfehlte um 0,4 Sekunden das Viertelfinale. „Ich bin nach dem Start nicht in die Pedale gekommen“, sagt Sebastian, der von seinem 1 ½-jährigen Sohn nach dem Malheur getröstet wurde. Für nächstes Jahr verspricht er: „Da gebe ich Vollgas!“

Lena Putz haut auf den Putz

Die 19-jährige Studentin Lena Putz holte sich Platz 1 in der Damenwertung. Die Passauerin, die auch für den Kitzsteinhorn SnowClimb gemeldet war ließ im Finale ihren Konkurrentinnen Anna Oberparleitner (Italien), Nadine Rieder (Deutschland) und Barbara Benko (Ungarn) keine Chance. Als beste Österreicherin platzierte sich die Salzburgerin und österreichische Meisterin Lisa Mitterbauer auf Rang 5. Lena Putz: „Es ist einfach cool bei dieser gewaltigen Nachtkulisse ein Rennen zu fahren. Die österreichischen Fans sind total sportbegeistert und machen großartige Stimmung, auch bei den ausländischen Fahrerinnen. Kaprun macht Mega Spaß!“

Kitzsteinhorn SnowClimb ist Erfolgsprogramm

508 Teilnehmer packten das Kitzsteinhorn am Samstag (Start: 10 Uhr) in unterschiedlichen Rennklassen (Classic, Light, Teamwertung) bei den Hörnern. Darunter auch Österreichs Biathlon-Asse Julian und Tobias Eberhard. Letzterer trat mit einer geprellten Rippe („Mich hat es mit den Ski-Rollern beim Training in Bormio zerrissen“) an. „Wir zollen jedem Fahrer Respekt, der hier herauffährt. Die Strecke ist brutal anstrengend. Seit letztem Jahr ist der SnowClimb Fixpunkt in unserer Trainingsplanung. In Hinblick auf die Olympischen Spiele bietet sich das Rennen perfekt an. Auch in Sotchi geht es steil bergauf“, lachen die Brüder Tobias und Julian. Die Biathleten waren Teil des „Pinzgauer Nachrichten-Teams“, welches unter 12 teilnehmenden Mannschaften Rang 2 belegte. Im „Pinzgauer Nachrichten-Team“ hätte auch die Snowboard Vizeweltmeisterin Julia Dujmovits starten sollen. Die Burgenländerin musste aber krankheitsbedingt absagen. Die fittesten Beine hatte das 11-köpfige Team „bigtime Racing Maishofen“.

Hans Peter Obwaller & Patricia Wacker am Schnellsten

Auf der klassischen Strecke (22 Kilometer, 1.500 Höhenmeter, 10% Steigung) war der Flachauer Hans Peter Obwaller in 1:12,25 Stunden eine Klasse für sich, gefolgt vom Steirer Markus Feyerer (1:15,00) und dem Salzburger Reinhard Woisetschläger (1:15,12). „Das ist ein Traumtag! Das Wetter hat perfekt mitgespielt, die Zuseher haben lauthals angefeuert, die Strecke war Top und meine Beine schnell. Nach drei Kilometern habe ich gemerkt, dass es brutal gut geht“, freut sich Obwaller, der mit diesem Triumph auch die „Gletschertrophy“ (Kombiwertung „Glocknerkönig“ und „Kitzsteinhorn SnowClimb“) gewann. Bei den Damen war Patrizia Wacker siegreich. Nach 1:25,03 Stunden kam die 29-Jährige ins Ziel und verwies Doris Posch (1:29,35; sie holte sich Rang 1 bei der „Gletschertrophy“) und Angelika Tazreiter (1:33,33) auf die Plätze. „Die Konkurrenz war stark, aber ich war von Anfang an vorne dabei. Die Flach- und Abfahrtspassagen waren die größte Herausforderung, aber auch diese habe ich sensationell gut gemeistert“, freut sich Wacker.

Veranstalter Volker Irouschek und sein Team jubeln

„Acht Jahre harte Arbeit haben sich gelohnt. Der SnowClimb hat sich endgültig in der Mountainbike-Szene etabliert. Es ist eine Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung die Sportler dabei sind“, strahlt Volker „Jacky“ Irouschek. Bereits am Freitagabend herrschte beim XC-Battle ausgelassene Stimmung, die auch von einem kurzen Stromausfall nicht getrübt wurde. „Der XC-Battle in Kaprun zählt mittlerweile zum bestbesetzten Rennen außerhalb des MTB-Weltcups und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Dieses Jahr hatten wir mit Sicherheit die prominenteste Besetzung“, weiß Irouschek.
Samstagabend (ab 20:00 Uhr) geht die 8. Auflage der Bike Infection mit der MTB Freestyle Night zu Ende. Neben dem mehrfachen tschechischen Trialweltmeister Petr Kraus wird u.a. der österreichische Trialweltmeister Tom Öhler Bike-Akrobatik vom Feinsten präsentieren. Egal, ob große Sprünge oder fette Tricks – die Zuseher kommen auf ihre Rechnung.

Autor:

Klaus Vorreiter aus Pinzgau

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