01.12.2017, 09:16 Uhr

Leserbrief zu „Querelen um Baulandumwidmung in Saalfelden“

SAALFELDEN. Endlich haben, neben den Grünen auch die ÖVP die Vorgänge rund um die geplante Umwidmung in Bsuch Süd unter die Lupe genommen und dem Vorhaben durch den Auszug aus der Gemeindevertretersitzung eine Abfuhr erteilt. Noch mehr, haben sie damit der Bsucher Bevölkerung ein klares Signal gegeben, deren Anregungen und Bedürfnissen wirklich Aufmerksamkeit zu schenken.

Es sind viele relevante Punkte unklar, vor allem ist die Wasserversorgung nicht gesichert und es ist in Frage zu stellen, ob für die Herstellung die Verwendung öffentlicher Gelder angebracht ist. So wie es sich momentan darstellt, dürften von den gesamten 19000 m2 umzuwidmende Fläche nicht mehr als 16 Gründe für Doppelhausbebauungen als Baulandsicherungsmodell übrig bleiben, die voraussichtlich weiteren 18 Parzellen könnten mit ortsüblichen hohen Preisen gewinnbringend verkauft werden.

Die Grundfläche mit der Mülldeponie wurde aus der Umwidmung ausgespart, da die Sanierung mind. 1 Mio Euro kosten würde, die der Verkäufer des Grundstückes – ein Landwirt aus Bsuch - zahlen müsste.

Es geht niemandem darum ein Baulandsicherungsmodell zu verhindern – auch wir haben dies vor 20 Jahren in Anspruch nehmen können – sondern endlich die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen für alle Bsucher in Angriff zu nehmen. Dabei geht es um Einrichtungen der Daseinsvorsorge, die im Zentrum Saalfeldens selbstverständlich vorhanden sind, wie z.B. ein Kindergarten und ein Spielplatz (die SPÖ möchte junge Familien ansiedeln!), eine Volksschule, ein Nahversorger oder einen Arzt. Für alle Belange des täglichen Bedarfs ist das fast unumgängliche Zweitauto in Anspruch zu nehmen. Erfreulicherweise gibt es immerhin seit fast 1 Jahr einen Stadtbus der stündlich bis 19:00 Uhr (unter der Woche) fährt.

Es erscheint uns als unbedingt notwendig, endlich einen Rad- und Fußgängerweg samt entsprechender Beleuchtung entlang der Straße (durch Niederhaus) nach Bsuch zu realisieren, denn durch den stetig zunehmenden Verkehr wird es immer gefährlicher den Weg zu Fuß oder per Fahrrad zu benützen.

Es wäre zu wünschen, dass auch die SPÖ und die FPÖ die Politik des „Drüber Fahrens“ aufgeben und diese Umwidmung einer kritischen Prüfung unterziehen und sich dem neuen (genau für diese Fälle adaptierten) Raumordnungsgesetz stellen.

Die Interessenvereinigung "Entwicklung Bsuch"
Brüll-Mayer-Mittersteiner
(im Namen von 300 Unterstützern)

Lesen Sie dazu auch den Beitrag:  Querelen wegen Baulandumwidmung
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Peter Würti aus Pinzgau | 07.12.2017 | 05:39   Melden
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