13.10.2017, 14:26 Uhr

Speed-Dating mit Schülern

Verena Rössler Karin Eiwan und Alexandra Mitterhauser vom Arbeitsmarktservice Zell am See

Der Kampf um Lehrlinge und Fachkräfte wird mit recht lässigen Methoden geführt: Speed-Dating beim AMS.

ZELL AM SEE. "Wie viele Sterne hat ihr Hotel?" Diese Frage hat sich ein Schüler, der am Speed-Dating des AMS teilnimmt, in seinen Unterlagen notiert. Er kommt nicht dazu, sie zu stellen, weil Georg Segl vom Hotel Alpenblick in Zell am See seinerseits sehr viele Fragen an die Schüler hat. Was macht man an der Rezeption, was ist das Wichtigste im Spa-Bereich, welche Suppen kennt ihr - prasselt es auf die Jugendlichen ein.

Kampf um die Jugendlichen

"Ich möchte ein positives Bild der Branche zeichnen und auch die Möglichkeit nutzen, Infos über die Jugendlichen zu bekommen", erklärt Hotelier Segl, der sich sehr lobend über die Aktivitäten des AMS äußert, das sich zu einem richtigen Dienstleistungsunternehmen entwickelt hat. "Wir wollen, dass die Schüler die Scheu verlieren - das ist oft ihr erster Kontakt zur Wirtschaft und kommt sehr gut an", wie Alexandra Mitterhauser von Rückmeldungen weiß. Elf Firmen, darunter Blizzard, Sport Bründl, Fahnengärtner, SIG Combibloc und Hagleitner, nehmen dieses Jahr an der Aktion des AMS teil. "Vor 30 Jahren mussten sich Eltern noch bemühen, einen Lehrplatz für ihre Kinder zu bekommen. Heute ist es schwierig für Betriebe, einen Lehrling zu finden", erklärt Karin Eiwan, Leiterin des AMS. Es herrsche ein Kampf um die Jugendlichen, die von allen Seiten umworben werden.

Alle eingeladen

Zur Teilnahme eingeladen wurden alle Schulen im Pinzgau. "Die polytechnischen Lehrgänge haben aber leider nicht teilgenommen, obwohl sie für diese Veranstaltung prädestiniert wären", so Mitterhauser. "Wie viele Aufträge bekommst du pro Woche?", wird indessen Martina Dankl von der Tischlerei Dankl in Saalfelden gefragt. Sie ist zum ersten Mal beim Speed-Dating dabei und findet die Schüler sehr interessiert und gut vorbereitet. Die Schul- und Berufswahl werde aber leider sehr oft danach getroffen, was Freunde machen, so Eiwan. Geplant ist aber, das Dating-Service noch auszubauen, dh. mehr Firmen und mehr Schulen einzuladen.
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