Frau Holle sein in Flachau
- Das Beschneiungs-Team im snow space Flachau mit ihrem Chef Johann Fischbacher (4. v.l. in der ersten Reihe).
- Foto: snow space Flachau
- hochgeladen von Julia Hettegger
Johann Fischbacher ist Beschneiungschef in Flachau. 260 Schneekanonen hören auf sein Kommando.
Seit dem Jahr 1991 sorgt Johann Fischbacher für ideale Pistenbedingungen und winterliche Atmosphäre im snow space Flachau. Aber während Frau Holle nur die Kissen ausschütteln braucht, muss Johann Fischbacher – er ist übrigens der Vater der ehemaligen Skirennläuferin Andrea Fischbacher – 260 Propellermaschinen (Schneekanonen) bedienen. Er ist der Beschneiungschef in Flachau.
In drei Tagen ist alles weiß
"Derzeit organisiere ich die Beschneiung, die gerade auf Hochtouren läuft. Parallel dazu gilt es die Präparierung zu überwachen", erzählt Fischbacher. Zum Schlafen kommt er derzeit wenig, denn seine Hauptarbeitszeit ist natürlich in der Nacht. "Um eine Grundbeschneiung von 30 Zentimeter auf den 150 Hektar Pistenfläche zu gewährleisten, brauchen unsere Maschinen 72 Stunden. Diese Arbeit haben wir bereits letzte Woche hinter uns gebracht", so der Beschneiungschef. "Nun wird natürlich immer wenn es die Temperaturen zulassen, weiterbeschneit." Voraussetzung für eine effiziente "Schnee-Erzeugung" sind vier Grad Minus und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Weltbeste Technik
Trotz der aktuell stressigen Zeit, würde Johann Fischbacher seinen Beruf nicht tauschen wollen: "Ich arbeite hier in Flachau mit der weltbesten Technik in Sachen Beschneiung. Dafür wurden erst im Sommer ca. 6 Millionen Euro investiert. Das macht mich stolz und fordert mich."
Aber auch privat, ist Schnee die große Leidenschaft des Ebeners: "Obwohl ich beruflich auf der Piste zu tun habe, zieht es mich auch privat immer wieder nach draußen. Skifahren ist einfach meine Leidenschaft."
Ganzjahresjob
Und wenn sich Johann Fischbacher mal nicht um die Beschneiung kümmern muss – in der grünen Jahreszeit – ist er mit der Revision der Beschneiungsanlage und der Pistengeräte zuständig oder er überwacht die Baustellen. "Der Schnee lässt mich also auch im Sommer nicht los", lacht der Ebener. Schon am Wochenende fuhren erste Skifahrer über "seinen" Schnee.
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