AMS Bericht
Saisonende lässt Arbeitslosenzahlen im Pongau leicht steigen
- Mit dem Ende der Tourismussommersaison steigen im Pongau traditionell die Arbeitslosenzahlen leicht an.
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Mit dem Ende der Tourismussommersaison steigen im Pongau traditionell die Arbeitslosenzahlen leicht an. Auch heuer zeigt sich dieses saisonale Muster: Laut AMS Bischofshofen liegt die Arbeitslosenquote Ende Oktober bei 5,7 Prozent – ein moderater Anstieg, der vor allem auf die Ruhephase im Tourismus zurückzuführen ist.
PONGAU. Mit dem Ende der Tourismussommersaison sind im Oktober im Pongau wieder mehr Menschen ohne Arbeit. Laut aktuellen Zahlen des AMS Bischofshofen liegt die Arbeitslosenquote Ende Oktober bei geschätzten 5,7 Prozent – ein leichter Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Während die Beschäftigung stabil bleibt, sind die offenen Stellen deutlich rückläufig. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten liegt mit rund 37.100 Personen um etwa 150 höher als im Vorjahr (+0,3 %). Gleichzeitig sank die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen um 16,4 Prozent auf 911.
Mehr Arbeitslose im Herbst – aber Zuversicht im Tourismus
Beim AMS Bischofshofen waren Ende Oktober 2.227 Personen arbeitslos gemeldet – das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 5,3 Prozent auf 1.223 Personen zunahm, gab es bei Männern ein leichtes Minus von 1,0 Prozent auf 994.
„Charakteristisch für die Spätherbstmonate ist die saisonbedingte Ruhe im Tourismus – dies lässt die Arbeitslosenzahlen ansteigen, dennoch herrscht in der Branche vorsichtiger Optimismus, denn fast 85 Prozent der 1.089 (-1,4 Prozent) Tourismusmitarbeiter in der aktuellen Arbeitslosigkeit haben bereits jetzt Zusagen für die kommende Wintersaison. Die Übergangszeit bleibt herausfordernd, doch sie ist auch ein Zeichen für die zyklische Dynamik des Tourismusmarktes“, berichtet Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen.
In AMS-Schulungen befanden sich Ende Oktober 402 Personen (-5,2 %), womit die Gesamtzahl der vorgemerkten Arbeitslosen inklusive Schulungsteilnehmern 2.629 beträgt.
Langzeitarbeitslosigkeit und gesundheitliche Einschränkungen steigen
Zunehmend Sorgen bereitet der Anstieg bei Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen – hier verzeichnet das AMS 440 Betroffene, ein Plus von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit bleibt ein Thema: 193 Personen sind seit mehr als einem Jahr ohne Job – ein Anstieg um 28,7 Prozent.
In der Beherbergung und Gastronomie ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken (-1,4 % auf 1.089 Personen). Auch im Baugewerbe gab es ein Minus von 5,0 % auf 96 Arbeitslose.
Zuwächse verzeichnet hingegen die Herstellung von Waren (+19,7 % auf 140 Personen) sowie der Handel (+4,8 % auf 217 Personen).
Weniger offene Stellen, mehr Lehrstellen
Am regionalen Stellenmarkt zeigt sich ein klarer Rückgang: Mit 911 sofort verfügbaren Jobangeboten meldet das AMS 16,4 Prozent weniger Stellen als im Oktober des Vorjahres. Besonders stark betroffen ist der Tourismusbereich mit einem Minus von 34,6 Prozent auf 168 offene Stellen. Auch im Handel sind weniger Jobs verfügbar (-24,7 % auf 128 Stellen).
Positiv entwickelt sich hingegen der Lehrstellenmarkt: Mit 205 offenen Lehrstellen gibt es 10,2 Prozent mehr Angebote, während die Zahl der Lehrstellensuchenden auf 28 gesunken ist (-12,5 %).
Vorbereitung auf die Wintersaison
„Gerade für die Wintersaison benötigt der Pongauer Arbeitsmarkt eine Vielzahl zusätzlicher Arbeitskräfte. Der regionale Arbeitsmarkt stößt an seine Grenzen, deshalb setzt das AMS Bischofshofen – in Zusammenarbeit mit den heimischen Touristikern – verstärkt auf überregionale und europäische Vermittlung. Ziel ist es, die nötigen Fachkräfte rechtzeitig dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden – von Hotelbetrieben bis hin zu Gastronomie“, skizziert Burgstaller die nächsten Wochen der intensiven Vermittlungsarbeit.
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