Passagiere saßen bei 36 Grad Hitze im Zug in Tullnerbach fest

Zu einem außergewöhnlichen Einsatz musste gestern das Rote Kreuz ausrücken: Zugstillstand mit etwa 36 Grad Hitze im Gemeindegebiet Tullnerbach.
  • Zu einem außergewöhnlichen Einsatz musste gestern das Rote Kreuz ausrücken: Zugstillstand mit etwa 36 Grad Hitze im Gemeindegebiet Tullnerbach.
  • Foto: RKNÖ | Purkersdorf-Gablitz | Wolfgang Uhrmann
  • hochgeladen von Tanja Waculik

TULLNERBACH (red). Am Dienstag, den 20. Juni, wurden das Bezirksrettungskommando St. Pölten sowie die drei nächstgelegenen Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz zu einer vermeintlichen Zugevakuierung mit ca. 70 Personen im Tullnerbacher Gemeindegebiet alarmiert. Glücklicherweise galt es nur die rund 60 Fahrgäste bei 36 °C zu betreuen.

Bei Sonnenschein, einer Temperatur von 36°C und blauem Himmel kam ein Zug auf der Weststrecke der ÖBB im Ortsbereich Tullnerbach zum Stehen. Nach rund 90 Minuten "Zugstillstand" klagten die ersten Personen über körperliche Beeinträchtigungen, weswegen die Notfallleitstelle der ÖBB das Rote Kreuz alarmierte.

"Zeitfaktor ist entscheidend"

"Durch die Gliederung des Kommandos war innerhalb von 11 Minuten nach der Alarmierung ein Einsatzoffizier vor Ort. Ich danke Markus und seinem Team für die schnelle Intervention. Gestern war die Situation zwar nicht dramatisch, grundsätzlich ist bei derartigen Einsätzen jedoch der Zeitfaktor entscheidend", so Wolfgang Uhrmann, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz.

Während der Rettungswagen unverzüglich zum Notfallort ausrückte, wurde parallel der Krankenwagen mit ausreichend Wasserflaschen für die Zuginsassen beladen. Vor Ort wurden die Fahrgäste von den Einsatzkräften und vom Zugschaffner betreut. Glücklicherweise kam es zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wodurch ein medizinisches Einschreiten nicht notwendig war und die Notfallsanitäter des Roten Kreuzes vor Ort lediglich den 60 Personen im Zug psychischen Beistand leisteten.

Zug wurde zum "Glashaus"

"Der Zug funktionierte wie ein Glashaus. Die Temperatur stieg, aufgrund der starken Sonneneinstrahlung innerhalb kürzester Zeit an und es herrschte eine erhöhte Hitzebelastung. Durch das Öffnen der Türen konnte ein Luftzug erzeugt werden. Gemeinsam mit dem Einsatzleiter der ÖBB konnte ein neuer Triebwagen organisiert werden", so Markus Ulreich, Bezirksstellenkommandant von Purkersdorf-Gablitz.

Aufgrund der Anhaltung eines anderen klimatisierten Zuges und dem Auswechseln des Triebwagens waren die Patienten nicht mehr gefährdet und die Fahrt konnte zu einem sicheren Ausstieg fortgesetzt werden.

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