Kleine Mängel, große Wirkung
Energiechoach Franz Strasser zeigt Gemeinden Einsparpotentiale auf
- Energieberater Franz Strasser, Stephanie Steinböck (KEM-Managerin Inn-Hausruck), Melanie Pumberger (Amtsleiterin Geiersberg) und Bürgermeister Friedrich Hosner.
- Foto: KEM Inn-Hausruck:
- hochgeladen von Bernadette Wiesbauer
Um Wärme, Strom und Wasser in gemeindeeigenen Gebäuden einzusparen, bietet die Energiemodellregionen (KEM) Inn- Hausruck und Inn-Kobernaußerwald Energiechoachings mit Franz Strasser an.
BEZIRKE RIED/BRAUNAU. Wie können gemeindeeigene Gebäude energieeffizienter betrieben werden? Wo gehen Wärme, Strom und Wasser unbemerkt verloren? Und welche Maßnahmen können Gemeinden dagegen setzen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Klima- und Energiemodellregionen (KEM) Inn-Hausruck und die Inn-Kobernaußerwald im Rahmen von Energie-Coachings. Seit April führte KEM-Energiecoach Franz Strasser bereits Begehungen in zwölf Mitgliedsgemeinden in den Bezirken Ried und Braunau statt. Besichtigt wurden unter anderem Gemeindeämter, Schulen, Vereinshäuser, Feuerwehrhäuser, Turnhallen und weitere kommunale Gebäude. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die thermische Gebäudehülle, Gebäudedichtheit sowie der Wärme-, Wasser- und Stromverbrauch.
- Energieberater Franz Strasser auf Mission.
- Foto: KEM Inn Kobernaußerwald
- hochgeladen von Bernadette Wiesbauer
„Bei den Begehungen zeigt sich schnell, wo Handlungsbedarf besteht. Wir gehen den Gemeinden zur Hand, verknüpfen Ursache und Wirkung und zeigen ihnen kostengünstige Maßnahmen auf, durch die sie Energieeinsparung schnell spüren können. Auch längerfristige Investitionen und mögliche Förderungen werden besprochen", so Strasser. Dabei zeigt sich deutlich: Nicht immer braucht es große Sanierungen, um Energie einzusparen. Oft sind es kleine Schwachstellen, die im Alltag kaum auffallen, aber langfristig zu unnötigen Energieverlusten führen. Beispiele sind undichte Türen, Dachbodenaufgänge oder Fensterbereiche, die zu erhöhten Heizenergiekosten führen können. Durch einen Dichtungstausch oder das Einstellen der Fenster lassen sich hier leicht Verbesserungen vornehmen. Weiters können schon einfache Einstellungen bei Waschbeckenarmaturen helfen, den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Auch Elektro-Kleinspeicher, Beleuchtung oder veraltete Leuchtmittel wurden als Bereiche identifiziert, in denen mit kleinen Anpassungen Energie eingespart werden kann. "Vieles davon ist keine Wissenschaft. Man muss sich nur damit auseinandersetzen, um die Gebäude langfristig zukunftsfit zu machen. Der Blick von außen hilft, Energieverluste zu erkennen, die im laufenden Betrieb vielleicht übersehen werden“, so Bürgermeister Friedrich Hosner. In seiner Gemeinde Geiersberg wurde im Zuge eines Coachings das Gemeindeamt begutachtet.
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