Bezirk Ried
Firmen reagieren auf die Corona-Krise mit intelligenten Lösungen

Die Firma CoLT mischt Desinfektionsmittel für regionale Firmen.
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  • Die Firma CoLT mischt Desinfektionsmittel für regionale Firmen.
  • Foto: FACC/Bartsch
  • hochgeladen von Lisa Nagl

Dass die Rieder Unternehmen auch in Krisenzeiten zusammenhalten, zeigen die folgenden Beispiele.

BEZIRK RIED (schi). Die Mitarbeiter der Firma CoLT aus St. Martin stellen in ihrem Prüflabor ein von der WHO und auch Bezirkshauptmannschaft Ried freigegebenes Desinfektionsmittel her. Abnehmer sollen regionale Firmen sein, derzeit beliefert CoLT auch FACC. "Da wir bei CoLT ein gut ausgestattetes Labor und das nötige Know-How haben, möchten wir in der Corona-Krise unseren Beitrag leisten und den regionalen Betrieben und vor allem deren Mitarbeitern in der Produktion helfen", erklärt Christoph Schöndorfer, Geschäftsführer von CoLT. Pro Tag können etwa 50 Liter davon hergestellt werden. "Jedes interessierte Unternehmen kann sich bei uns per Mail melden und nach Verfügbarkeit das Desinfektionsmittel von uns beziehen", so Schöndorfer.

Merlin produziert Ultraschall-Luftbefeuchtungsboxen

Ein weiteres Unternehmen, das auf die aktuelle Lage reagiert, ist die Firma Merlin Technology in Tumeltsham. Aus bestehenden Komponenten werden transportable Ultraschall-Luftbefeuchtungsboxen zusammengebaut, die eine Desinfektion von Räumen positiv unterstützen können. 
"Als Familienunternehmen wollten wir rasch und unkompliziert unseren Beitrag zur aktuellen Lage abliefern. Der Einsatz hat sich ausgezahlt", so Geschäftsführer Johann Reisinger. Die mobilen Geräte können in den eigenen vier Wänden, in Büros oder auch in Eisenbahnwaggons aufgestellt werden. Mittels feinem Sprühnebel wird die Desinfektion unterstützt. "Die Aerosol-Desinfektion ist eine hilfreiche und dauerhafte Ergänzung. Sie ersetzt aber keine Reinigung oder klassische Wischdesinfektion bei hochkontaminierten Oberflächen", betont Reisinger. Fix eingebaute Befeuchtungsanlagen von Merlin können ebenfalls nachgerüstet werden.

Löffler fertigt 2.500 bis 3.000 Masken am Tag

Bereits seit Beginn der Corona-Krise beschäftigt sich Sportbekleidungshersteller Löffler intensiv mit der Entwicklung von Gesichtsmasken zum Schutz vor Covid-19. Seit knapp zwei Wochen produziert das oberösterreichische Unternehmen Masken am Firmenstandort in Ried. „Mit rund der Hälfte der Belegschaft nähen wir täglich bereits 2.500 bis 3.000 Gesichtsmasken und wir arbeiten mit Hochdruck an der Produktion. Damit wollen wir der Notlage entgegentreten und einen verantwortungsvollen Beitrag leisten“, so Geschäftsführer Otto Leodolter. Aktuell werden das Land OÖ, das Rote Kreuz sowie das örtliche Krankenhaus mit Löffler-Masken beliefert. „Im Moment sind unsere Produktionskapazitäten am Limit und wir können keine neuen Aufträge annehmen,“ so Leodolter. „Sobald jedoch weitere Ressourcen vorhanden sind, werden wir – sofern möglich – auch den Sportfachhandel mit Gesichtsmasken zu unterstützen.“

Trocknungsschrank für COVID-19-Schutzmasken

Um Einsatzkräfte und medizinisches Personal in Zeiten der Covid-19-Pandemie zu unterstützen, hat Wintersteiger einen neuen Trocknungsschrank entwickelt. Er wird zur chemiefreien Desinfektion von Schutzmasken und hygienetechnischen Utensilien eingesetzt. Neben dem Trockenvorgang erfolgt auch eine effektive Keimreduktion mittels Ozon. Ozon ist ein natürlich vorkommendes Gas, das aus Sauerstoffatomen besteht und die Keimzahl in der Luft sowie alle damit in Berührung kommenden Gegenstände von Mikroorganismen, Bakterien, Viren und Pilzen signifikant reduziert. Pro Schrank sind sieben Nirosta-Körbe eingebaut, in denen innerhalb kurzer Zeit hunderte Masken und Utensilien getrocknet werden können. Desinfiziert wird je nach Bedarf: über eine Sechs-Stunden-Zeitschaltuhr oder eine 24-Stunden-Zeitschaltuhr.


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