Creditreform informiert
Modekette mister*lady muss Insolvenz anmelden

Ob die Filiale von mister*lady in der Rieder Weberzeile geschlossen wird, ist noch nicht bekannt.
  • Ob die Filiale von mister*lady in der Rieder Weberzeile geschlossen wird, ist noch nicht bekannt.
  • Foto: BRS
  • hochgeladen von Bernadette Wiesbauer

RIED. Gestern musste die Modekette mister*lady mit ihren 35 Filialen – eine davon in der Weberzeile in Ried – Insolvenz anmelden. "Das Sanierungsverfahren wurde noch am Nachmittag eröffnet", so Stephan Mazal vom Österreichischen Verband Creditreform. Das Unternehmen soll fortgeführt und saniert werden. Von der Insolvenz sind 167 Dienstnehmer und 78 Gläubiger betroffen. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten. 
Die Insolvenz wurde durch sinkende Margen im Textilhandel und die starke Konkurrenz im Online-Handel verursacht. Zum Insolvenzverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Christoph Stapf bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis 26. Juni 2019 anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan ist für 14. August 2019 geplant.

Abverkauf in betroffenen Filialen

In Oberösterreich sind insgesamt sieben Filialen betroffen. Neben der Rieder Filiale in der Weberzeile gibt es je einen mister*lady Standort in Asten, Gmunden, Haid und Mauthausen sowie zwei Standorte in Wels.  „Die Schließung einzelner defizitärer Filialen ist unausweichlich. Welche Standorte konkret betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt. In den zu schließenden Filialen wird bis Juli ein Abverkauf stattfinden", so Mazal.

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