14.10.2014, 12:59 Uhr

Pflege: Power & Gefühl

(Foto: Alexander Raths/Fotolia)

"Altenfachbetreuer" ist mit steigendem Pflegebedarf und neuen Herausforderungen ein Beruf mit Zukunft.

BEZIRK. Tradierte Pflegebilder und Vorstellungen von Pflegeheimen sind längst überholt. In der Kranken- und Altenpflege haben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der starken Zunahme an chronischen Krankheiten enorme Veränderungen ergeben, die qualifiziertes Personal fordern. "Oft hat man beim Pflegeheim noch Vorstellungen von vor 50 Jahren, weshalb wir immer wieder einen Tag der offenen Tür haben", so Monika Treitinger, Pflegedienstleiterin des Bezirksalten- und Pflegeheims in Ried. Von den vier Alten- und Pflegeheimen im Bezirk werden zwei Häuser in Ried und ein Haus in Obernberg vom Sozialhilfeverband Ried betrieben und ein weiteres Pflege- und Seniorenwohnheim von der Gemeinde in Mehrnbach. Fix ist außerdem der Bau eines neuen Alten- und Pflegeheimes bis 2017 in Eberschwang. "Wir haben in Ried 263 Plätze zur Verfügung und bieten neben einer Tages- auch eine Kurzzeitbetreuung an. Ausgelastet sind wir immer", bestätigt Treitinger die notwendige Unterstützung, die das traditionelle System der Pflege durch die eigene Familie in Zukunft benötigen wird.

Pflege im Wandel
Für die Pflege der Bewohner in einem Alten- oder Pflegeheim werden neben diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkräften vor allem Altenfachbetreuer benötigt. Die Ausbildung zum/zur 'Fach-Sozialbetreuer/in Altenarbeit' dauert mindestens zwei Jahre, gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil mit je 1200 Stunden und wird im Bezirk derzeit vom BFI in Ried angeboten. Dem nach wie vor weiblich dominierten Beruf stellen sich aber auch neue Herausforderungen. "Unsere Bewohner verändern sich. Viele pflegebedürftige ältere Menschen leiden an Demenz und sind dabei noch sehr mobil. Das ist, neben der körperlichen, auch von der psychischen Belastung her sehr anstrengend. Einfühlungsvermögen und Engagement sind Grundvoraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte", so Treitinger. "Ich wünsche mir von der Politik Verständnis für diese neuen Herausforderungen."
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