Neuer Ortschef startete im November
Johannes Großruck bringt frischen Wind nach Aigen-Schlägl
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Die Gemeinde Aigen-Schlägl hat seit November 2025 einen neuen Bürgermeister: Johannes Großruck (ÖVP) wurde im Gemeinderat gewählt und folgt damit auf Elisabeth Höfler. Der 42-Jährige berichtet nun über künftige Vorhaben.
AIGEN-SCHLÄGL. Er war im Gemeindevorstand und seit Herbst 2024 auch als Vizebürgermeister in Aigen-Schlägl tätig. "Ich will mich dort, wo ich lebe, einbringen und Verantwortung tragen", betont Johannes Großruck (ÖVP), welcher seit November 2025 auch den Chefsessel innehat. "Als ehemaliger Manager der Klima- und Energie-Modellregion Donau-Böhmerwald bin ich schon vor ein paar Jahren mit vielen Bürgermeistern in Kontakt gekommen – auch mit Elisabeth. Sie hat mich gefragt, ob ich nicht wieder nach Aigen-Schlägl kommen und eine tragende Rolle übernehmen möchte."
Von Aigen nach Wien und wieder zurück
Ursprünglich stammt der 42-Jährige aus der ehemaligen Gemeinde Aigen. Für das Politikwissenschaftsstudium hat es ihn in jungen Jahren nach Wien verschlagen, wo er dann auch der JVP beitrat und in den Bezirksrat gewählt wurde. "Damals habe ich als junger Student schon einiges mitbekommen und gelernt, da ich hier auch in Gremien und Ausschüssen tätig war", erinnert sich Großruck an seinen Einstieg in die Kommunalpolitik.
Gemeinsam mit seiner Ehepartnerin, welche er während des Studiums kennenlernte, zog es den 42-Jährigen wieder zurück in den Bezirk Rohrbach. "Meine Frau kommt ursprünglich aus Schlägl. Begegnet sind wir uns aber erst in Wien", erzählt der Ortschef schmunzelnd. Bis 2021 lebten die beiden in Lembach, ehe es nach Aigen-Schlägl ging, wo Großruck im November 2025 im Gemeinderat zum neuen Bürgermeister gewählt wurde.
Nachnutzen und mit Leben füllen
Ein wichtiges Thema ist für den 42-Jährigen eine gute Ortskernbelebung: "Der Ostermarkt im Zentrum der Gemeinde ist ein gelungenes Beispiel dafür. Die Veranstalter stecken hier viel Herzblut rein." So gibt es Überlegungen, im Spätsommer ein weiteres größeres Event durchzuführen. Genaue Pläne zum Vorhaben habe man aber noch nicht. "Erfreulich ist, dass wir mit vielen Betrieben am Markt gesegnet sind. Der Teufel schläft aber nicht", erklärt Großruck, dass man sich nicht auf der aktuell guten Situation ausruhen möchte.
"Ein weiterer Schwerpunkt ist für uns die Frage: Wie schaffen wir es, bestehende Gemeindegebäude aufzuwerten und Leerstände mit Leben zu füllen? Eine Nachnutzung des Kikas wäre zum Beispiel sehr wünschenswert. Denn dort findet Ende März die letzte Veranstaltung statt", informiert der Ortschef. Ein anderes Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Lebensqualität im Alter. "Die Bevölkerung wird älter, das lässt sich nicht verhindern. Deshalb müssen wir die Angebote dahingehend ausbauen."
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"Mir geht hier nichts ab"
"Aigen-Schlägl zeichnet sich durch die guten Betriebe, die kulturell spannenden Akteure, die vielfältigen Freizeit- und Tourismusangebote sowie durch die tolle Lebensqualität aus. In unserer Gemeinde kann man sicher sagen: Mir geht hier nichts ab. Mit der Volks- und Mittelschule, der Bioschule und der Polytechnischen Schule haben wir hier zudem hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten", freut sich der 42-Jährige. Ob Café, Bar, Wirtshaus oder Restaurant: Gastronomisch ist Aigen-Schlägl ebenfalls gut aufgestellt.
Auf die Frage, wo sich der Lieblingsplatz in seiner Gemeinde befindet, weiß Großruck schnell eine Antwort: "Das ist definitiv der Bärnstein. Es ist für mich ein Energieplatz, an dem ich Kraft tanken kann. Ich gehe regelmäßig rauf, um runterzukommen. Generell bin ich gerne im Böhmerwald unterwegs, denn das erinnert mich an meine Kindheit."
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