Biohort eröffnet neues Werk in Herzogsdorf

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NEUFELDEN, HERZOGSDORF (anh). 20 Millionen Euro, 800 Betonfertigteile und 1.000 Kubikmeter Holz – das sind nur ein paar Eckdaten des neuen Werkes der Firma Biohort, das innerhalb eines Jahres in Herzogsdorf aus dem Boden gestampft worden ist. Der Hintergrund: Das Unternehmen ist in den letzten zehn Jahren im Schnitt pro Jahr um zehn bis zwanzig Prozent gewachsen, sodass die Produktionsstätte in Pürnstein bereits aus allen Nähten geplatzt war. In Herzogsdorf sah man sich daher nach einem geeigneten Grundstück um, während man sich zeitgleich internationales Know-how für das Produktionsprozedere holte. In Herzogsdorf entstehen künftig vor allem die kleineren Erzeugnisse und Aufbewahrungslösungen der Firma, während in Neufelden nach wie vor die Premium-Gerätehäuser, die den größten Anteil am Gesamtumsatz haben, gefertigt werden. 60.000 dieser kleineren Produkte könnten pro Jahr dann das "Werk 2", wie es firmenintern genannt wird, verlassen. Vom Standort in Neufelden werden jährlich 30.000 Gerätehäuser in die ganze Welt transportiert. Apropos ganze Welt: Die Exportquote des Unternehmens beträgt 85 Prozent und mit einem Jahresumsatz von 66 Millionen Euro ist man europäischer Marktführer bei Stauraumlösungen aus Metall. Doch: Weiteres Wachstum wird anvisiert, wie Geschäftsführer Josef Priglinger verrät: "Das neue Werk nimmt eine Fläche von 12.000 Quadratmetern in Anspruch, das ganze Grundstück hat jedoch vier Hektar. In wenigen Jahren könnte man daher die Halle spiegelverkehrt noch einmal bauen." Derzeit sind es 50 Arbeitsplätze, die in Herzogsdorf dadurch geschaffen worden sind. In der Endausbauphase könnten es bis zu 150 sein, wodurch das gesamte Unternehmen mitsamt der Tochterfirma Ascendor schon bald an der 500-Mitarbeiter-Marke kratzen könnte. Kernabsatzmärkte sind jedoch nach wie vor Deutschland und Österreich. Am heimischen Markt wachse man ebenfalls nach wie vor, in Österreich zeichne sich noch keine Marktsättigung ab.

Modernste Blechfertigung Österreichs

Währenddessen wird in der neuen Halle bereits fleißig gearbeitet – genauer gesagt schon seit zwei Monaten. Den Kern des neues Werkes bildet die modernste Blechfertigung Österreichs. "Meistens ist es so, dass zuerst eine Halle gebaut wird und dann werden die Maschinen aufgebaut. Wir haben es umgekehrt gemacht: Zuerst haben wir uns angesehen, wie die Produktion künftig ablaufen soll, danach wurde das Gebäude drum herum gebaut", sagt Werksleiter Johannes Zauner. Landeshauptmann Thomas Stelzer sieht in dieser Innovation vor allem ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberösterreich bzw. Oberes Mühlviertel und meinte bei der Eröffnungsgala: "Um erfolgreich zu sein, braucht man Innovationskraft und Internationalität – beides ist bei Biohort vorhanden." Laut Maximilian Priglinger seien es auch die loyalen Mitarbeiter des Mühlviertels, die die Chefs zu dieser Entscheidung bewogen hätten. Er wird auch bald die Zügel des Imperiums in der Hand halten, denn sein Vater sieht sich bereits als "Auslaufmodell". Große Visionen hat auch dieser. Erst im letzten Jahr wurden beispielsweise Hochbeete ins Sortiment aufgenommen. 10.000 Stück wurden bereits im ersten Jahr verkauft. Die Investition in Herzogsdorf auf einem Grundstück, das nicht weit von jenem Standort entfernt ist, an dem die Firma vor über 20 Jahren gegründet worden ist, ist jedenfalls auch ein bisschen ein "Heimkommen der Generationen". Der Kreis schließt sich, wenn man so will.

Eröffnungsgala mit Überraschungen

Von der Erfolgsstory dieses Unternehmens überzeugten sich 700 Gäste bei der Eröffnungsgala – einige Highlights inklusive. So führten etwa die Musikvereine Neußerling und Herzogsdorf ein eigens komponiertes Werk auf, dessen Partitur Josef Priglinger später in den Händen halten konnte. Außerdem ließ Eva Aibazova die bisherige Firmengeschichte von Biohort in einer Sandskulptur noch einmal Revue passieren und für die Priglingers gab es ihre Familiengeschichte in gedruckter Form.

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